Allgemeine Informationen zur Neugeborenengelbsucht
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es handelt sich um die Ansammlung der Substanz „Bilirubin“ im Blut, die beim Abbau der roten Blutkörperchen am Ende ihrer Lebensdauer entsteht und von der noch nicht ausreichend funktionierenden Leber des Babys nicht aus dem Körper ausgeschieden werden kann, wodurch sich die Haut gelb färbt.
Physiologische Gelbsucht: Sie beginnt am 2. oder 3. Tag nach der Geburt, erreicht ihren Höchststand innerhalb 1 Woche und verschwindet am Ende der 2. Woche von selbst, ohne dass eine Behandlung erforderlich ist.
Pathologische Gelbsucht: Hierbei handelt es sich um eine gefährliche Gelbsucht, die innerhalb der ersten 24 Stunden unmittelbar nach der Geburt auftritt, sehr schnell ansteigt, wochenlang nicht abklingt und auf eine Blutgruppenunverträglichkeit oder eine Infektion zurückzuführen ist.
Die schwersten Fälle von Gelbsucht werden durch eine Blutgruppenunverträglichkeit zwischen Mutter und Kind verursacht. Hat die Mutter die Blutgruppe „0“ und das Baby „A“ oder „B“ oder ist die Mutter „Rh-negativ“ und das Baby „Rh-positiv“, zerstören die von der Mutter auf das Baby übergehenden Antikörper rasch die Blutkörperchen des Babys, wodurch sehr viel Bilirubin freigesetzt wird.
Steigt das Bilirubin im Blut weit über den vom Arzt festgelegten Grenzwert, überwindet es die Blut-Hirn-Schranke und setzt sich direkt in den Gehirnzellen ab. Dieser Zustand vergiftet das Gehirn des Babys und führt zu dauerhafter geistiger Behinderung, Taubheit und Lähmung (Kernikterus).
Gelbsucht beginnt zuerst im Gesicht (in den weißen Augenhäuten und um die Nase) und breitet sich mit zunehmendem Bilirubinspiegel im Blut auf Brust, Bauch und Beine aus. Wenn Sie mit dem Finger leicht auf die Stirn oder Nase des Babys drücken und ihn dann wegnehmen, und die Stelle offensichtlich gelb statt weiß erscheint, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Übermäßige Schläfrigkeit beim Baby ist ein Gefahrenzeichen.
Ist der Bilirubinwert hoch, wird das Baby ins Krankenhaus eingewiesen und Phototherapie (Blaulichtbehandlung) angewendet. Dem Baby werden die Augen verbunden, und es wird unter ein blaues Licht mit einer speziellen Wellenlänge gelegt. Dieses Licht baut den Gelbsuchtstoff in der Haut ab, sodass er über Urin/Stuhl ausgeschieden werden kann. Befindet sich der Wert im sehr gefährlichen Bereich, wird das Blut des Babys dringend ausgetauscht (Bluttauschtransfusion).
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