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Çakırtepe Hastanesi
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Lungenentzündung (Pneumonie)

Diagnose, Symptome und Behandlungsmethoden.

Allgemeine Informationen zur Lungenentzündung

Eine Lungenentzündung (Pneumonie) liegt vor, wenn die Lungenbläschen (Alveolen) durch Bakterien, Viren oder Pilze infiziert werden und sich mit entzündlicher Flüssigkeit füllen. Sie äußert sich durch hohes Fieber, Atemnot und starken Husten. In unseren pulmologischen Abteilungen wird der Erreger durch Sputumkulturen (Auswurf) bestimmt und gezielt mit spezifischen Antibiotika behandelt.

Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen

Detaillierte Informationen zur Erkrankung finden Sie unter den folgenden Rubriken.
Was ist eine Lungenentzündung (Pneumonie)?

Es handelt sich um eine schwere Infektion der unteren Atemwege, bei der sich die Lungenbläschen, die für den Gasaustausch (Sauerstoffaufnahme) zuständig sind, mit Eiter (entzündlicher Flüssigkeit) füllen, was das Atmen extrem erschwert.

Was ist der Unterschied zwischen Grippe, Bronchitis und Lungenentzündung?

Grippe (Influenza) ist eine virale Systemerkrankung, die den gesamten Körper (Gliederschmerzen) betrifft.
Bronchitis ist lediglich eine Entzündung der Hauptluftwege (Bronchien), die zur Lunge führen; sie verursacht Husten, dringt jedoch nicht tief in das Lungengewebe ein.
Eine Lungenentzündung hingegen bedeutet, dass Mikroben direkt in das tiefste Gewebe (den Schwamm) der Lunge vordringen, dieses blockieren und mit Flüssigkeit füllen. Sie ist die schwerste und gefährlichste der drei Erkrankungen.

Was sind die Symptome? Wie sieht der Auswurf aus?

Plötzlich einsetzender, zähneklappernder Schüttelfrost, hohes Fieber bis zu 39-40 Grad, völliger Appetitverlust und extreme Schwäche, die den Patienten ans Bett fesselt. Die typischste Beschwerde: Ein messerstichartiger, stechender Schmerz in der Brust oder im Rücken beim tiefen Einatmen oder Husten (pleuritischer Schmerz). Der Patient hustet zähflüssigen Auswurf ab, der grün, rostfarben oder blutig sein kann. In fortgeschrittenen Fällen färben sich die Lippen aufgrund von Sauerstoffmangel blau (Zyanose).

Was ist eine 'wandelnde Lungenentzündung' (atypische Pneumonie)?

Es handelt sich um eine mildere Form der Lungenentzündung, die häufig durch das Bakterium Mycoplasma pneumoniae verursacht wird und vor allem bei jungen Menschen (in Schulen/Wohnheimen) auftritt. Das Fieber ist nicht sehr hoch, der Patient ist nicht bettlägerig und kann seinen Alltag (Arbeit/Schule) weiterführen. Er leidet jedoch unter einem wochenlang anhaltenden, sehr hartnäckigen, schweren und trockenen Reizhusten. Da die Krankheit quasi 'im Stehen' durchgemacht wird, trägt sie diesen Namen.

Wie wird sie diagnostiziert?

Beim Abhören der Lunge mit dem Stethoskop hört der Arzt anstelle des normalen Atemgeräuschs 'Knistern/Rasselgeräusche', als würden Luftblasen unter Wasser platzen. Eine 100%ige Bestätigung der Diagnose erfolgt in der Notaufnahme durch eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs (Röntgen-Thorax), auf der in der Lunge, die eigentlich luftgefüllt (schwarz) sein sollte, ein großer weißer Fleck (Konsolidierung/Infiltration) zu sehen ist.

Wie wird sie behandelt? Wer sollte geimpft werden?

Ist die Lungenentzündung bakteriell bedingt (was in der Mehrheit der Fälle so ist), ist die Basis der Behandlung ANTIBIOTIKA. Junge und stabile Patienten werden zu Hause mit hochdosierten oralen Antibiotika und Schleimlösern behandelt.
Patienten über 65 Jahre, solche mit Atemnot, Blutdruckabfall oder einer Sauerstoffsättigung unter 90 %, MÜSSEN ZWINGEND INS KRANKENHAUS (oder auf die Intensivstation) aufgenommen werden, wo eine Behandlung mit intravenösen Antibiotika und einer Sauerstoffmaske eingeleitet wird.
Prävention (Impfung): Gegen Pneumokokken, den Hauptverursacher von Lungenentzündungen, gibt es eine Pneumokokken-Impfung. Alle Personen über 65 Jahre sowie Patienten mit Asthma/COPD, Diabetes und Herzerkrankungen sollten diese Impfung unbedingt bei ihrem Hausarzt durchführen lassen, da sie das Sterberisiko erheblich senkt.

Die Inhalte unserer Gesundheitsbibliothek dienen nur zu Informationszwecken und basieren auf wissenschaftlichen Daten zum Zeitpunkt der Aufzeichnung. Bei Fragen, Bedenken, Diagnosen oder Behandlungen bezüglich Ihrer Gesundheit wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder eine Gesundheitseinrichtung.


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