Allgemeine Informationen zum Zenker-Divertikel
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es ist ein Zustand, bei dem sich die Muskelwand im unteren Rachenbereich (am Übergang von Rachen zu Speiseröhre) an einer Schwachstelle schwächt und sich ballonartig (als Tasche/Sack) nach außen wölbt (Herniation).
Wenn der Patient isst oder trinkt, gelangt ein Teil der Nahrung nicht in den Magen, sondern füllt diese schwache Tasche (Divertikel) und sammelt sich dort an. Es wird meist bei älteren Menschen (über 60 Jahre) beobachtet.
Ein ständiges Kloßgefühl im Hals, Schluckbeschwerden (Dysphagie), das plötzliche Hochwürgen (Regurgitation) von unverdauter Nahrung, die Stunden zuvor gegessen wurde, und starker Mundgeruch (Halitosis) aufgrund der faulenden, angesammelten Nahrungsreste in der Tasche.
Besonders wenn der Patient nachts flach liegt, können die in dieser Tasche angesammelten Nahrungsreste und Flüssigkeiten überlaufen und versehentlich in die Luftröhre (die Lunge) eingeatmet werden. Diese Mikroaspiration kann zu einer sehr gefährlichen und potenziell tödlichen Lungenentzündung führen, der sogenannten Aspirationspneumonie.
Eine klassische Endoskopie (Einführen einer Kamera) ist riskant, da das Gerät versehentlich in diese blinde Tasche geraten und diese durchstoßen (perforieren) könnte. Die Goldstandard-Diagnosemethode ist der Barium-Breischluck (Röntgen mit Kontrastmittel). Während der Patient das Kontrastmittel schluckt, werden Röntgenaufnahmen gemacht; die Tasche füllt sich mit dem Kontrastmittel und zeigt sofort ihre genaue Lage und Größe.
Die Tasche kann nicht mit Medikamenten geheilt werden, die einzige Behandlung ist die Operation. Heutzutage erfolgt der Zugang meist endoskopisch durch den Mund des Patienten, ohne einen Schnitt am Hals vornehmen zu müssen. Der Muskelsteg, der die Tasche von der Speiseröhre trennt, wird (mit einem Klammernahtgerät oder Laser) durchtrennt, wodurch die Tasche mit der Speiseröhre verbunden wird und die Nahrung direkt in den Magen fließen kann. Der Eingriff ist kurz und der Patient kann in der Regel am nächsten Tag wieder normal essen.
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