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Çakırtepe Hastanesi
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Zollinger-Ellison-Syndrom

Diagnose, Symptome und Behandlungsmethoden.

Allgemeine Informationen zum Zollinger-Ellison-Syndrom

Das Zollinger-Ellison-Syndrom ist eine seltene Erkrankung, bei der einzelne oder multiple neuroendokrine Tumoren (Gastrinome), die typischerweise in der Bauchspeicheldrüse oder im Zwölffingerdarm entstehen, massiv das Hormon Gastrin ausschütten. Diese Hypergastrinämie überstimuliert den Magen zur Produktion extremer Mengen an Magensäure, was schwere, therapieresistente peptische Ulzera (Geschwüre) zur Folge hat. In unseren Endokrinologie-Boards wird die Krankheit mit ultrahochdosierten Protonenpumpenhemmern (PPI) und, falls indiziert, durch die chirurgische Entfernung des Primärtumors behandelt.

Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen

Detaillierte Informationen zur Erkrankung finden Sie unter den folgenden Rubriken.
Was ist das Zollinger-Ellison-Syndrom?

Es ist eine Krankheit, bei der Tumoren (Gastrinome), die sich in der Bauchspeicheldrüse oder im Zwölffingerdarm bilden, das Hormon 'Gastrin' in übermäßigen Mengen in den Blutkreislauf pumpen. Dies veranlasst den Magen dazu, unkontrolliert extreme Mengen an Magensäure zu produzieren, was im Grunde dazu führt, dass der Verdauungstrakt sich selbst verdaut.

Was ist der Unterschied zu einem gewöhnlichen Magengeschwür?

Gewöhnliche Geschwüre treten vereinzelt auf und heilen mit normalen Magenschutzmitteln (Säureblockern/PPI) leicht ab. Bei diesem Syndrom hingegen gibt es zahlreiche, riesige Geschwüre im Magen und Darm, die stark zu Blutungen/Durchbrüchen neigen und auf normale Medikamentendosen überhaupt nicht ansprechen.

Was sind die Symptome?

Schwere Magen-/Bauchschmerzen, die den Patienten nachts aus dem Schlaf reißen, chronischer, wässriger und fettiger Durchfall (Steatorrhoe), bedingt durch die Zerstörung der Verdauungsenzyme durch die Magensäure, Sodbrennen (Reflux) und Bluterbrechen.

Ist der Tumor (Gastrinom) krebsartig?

Ja, etwa 60 bis 70 % dieser Tumoren sind bösartig (maligne). Sie wachsen zwar in der Regel langsam, bergen jedoch ein erhebliches Risiko, im Laufe der Zeit in die regionalen Lymphknoten und die Leber zu streuen (Metastasen zu bilden).

Wie wird es diagnostiziert?

Der Verdacht entsteht, wenn bei der Endoskopie zahlreiche atypische oder therapieresistente Geschwüre festgestellt werden. Im Blut wird der Nüchtern-Gastrin-Spiegel gemessen (dieser ist extrem hoch). Zur Bestätigung wird ein Sekretin-Provokationstest durchgeführt. Um die genaue Lage des Tumors zu finden, werden Endoskopischer Ultraschall (EUS) und PET-CT (z. B. Gallium-68 DOTATATE) eingesetzt.

Wie wird es behandelt?

Um die lebensbedrohliche Säureproduktion zu unterdrücken und den Magen-Darm-Trakt zu retten, werden lebenslang Magenschutzmittel (Protonenpumpenhemmer - PPI) in extrem hohen Dosen verabreicht – oft das 3- bis 4-fache der Dosis normaler Ulkuspatienten. Ist der Tumor an einer einzigen Stelle lokalisiert und hat nicht gestreut, wird er chirurgisch vollständig entfernt, wodurch die Krankheit zu 100 % geheilt werden kann.

Die Inhalte unserer Gesundheitsbibliothek dienen nur zu Informationszwecken und basieren auf wissenschaftlichen Daten zum Zeitpunkt der Aufzeichnung. Bei Fragen, Bedenken, Diagnosen oder Behandlungen bezüglich Ihrer Gesundheit wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder eine Gesundheitseinrichtung.


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