Allgemeine Informationen über die akute lymphatische Leukämie
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es handelt sich um die bösartige Entartung der Vorläuferzellen (Lymphoblasten) der für die Körperabwehr zuständigen Lymphozyten im Knochenmark, die keinen Platz für andere gesunde Blutkörperchen lassen.
Das Wort 'akut' weist darauf hin, dass die Krankheit einen sehr schnellen und aggressiven Verlauf zeigt und ohne Eingreifen in kurzer Zeit lebensbedrohlich wird.
Bedingt durch die Abnahme gesunder Blutkörperchen kommt es zu tiefer Erschöpfung (Anämie), häufig wiederkehrenden Infektionen/Fieber, leichter Blutergussbildung auf der Haut, Zahnfleischbluten sowie Knochen- und Gelenkschmerzen.
ALL ist die häufigste Art von Leukämie im Kindesalter (insbesondere zwischen 2 und 5 Jahren). Sie kann jedoch in geringerem Maße auch bei Erwachsenen und älteren Menschen auftreten.
Nach Anomalien im großen Blutbild und im peripheren Blutausstrich wird die endgültige Diagnose durch eine 'Knochenmarkbiopsie' gestellt, bei der der Anteil der Leukämiezellen (Blasten) ermittelt wird.
Die Behandlung besteht in der Regel aus intensiven Chemotherapiezyklen, die eine Induktions- (Zurückdrängung der Krankheit) und eine Erhaltungsphase (Konsolidierung) umfassen. Wenn nötig, wird die Heilung durch eine Knochenmark- (Stammzell-) Transplantation von einem geeigneten Spender erreicht.
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