Allgemeine Informationen zum Wirbelgleiten
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Wenn wir uns die Wirbelsäule als aufeinandergestapelte Blöcke vorstellen: Es ist der Verlust der Stabilisierung (des Halts) eines dieser Knochenblöcke, wodurch er stufenartig nach vorne (oder hinten) über den darunter liegenden Wirbel gleitet.
Bei älteren Menschen entsteht es durch Verschleiß (Arthrose) der Wirbelgelenke (Degeneratives Gleiten). Bei jungen Menschen und Sportlern (Turnen, Gewichtheben) entwickelt es sich infolge von Ermüdungsbrüchen (Spondylolyse) in den hinteren Wirbelwurzeln.
Ein tiefer und hartnäckiger Schmerz im unteren Rücken, der bei Bewegung zunimmt und im Ruhezustand nachlässt. Da der gleitende Knochen die durch ihn verlaufenden Ischiasnerven wie eine Schere einklemmt, verursacht dies Taubheitsgefühle, Verspannungen und Gehschwierigkeiten (Anzeichen einer Spinalkanalstenose) in beiden Beinen.
Nein. Das Gleiten wird in 4 Grade eingeteilt. Die Mehrheit der leichten Fälle (1. und 2. Grad) wird ohne Operation durch das Tragen eines Korsetts und durch intensive Physiotherapie, die die Kernmuskulatur des Rückens (Core-Muskeln) stärkt, unter Kontrolle gehalten.
Der Arzt fertigt Röntgenaufnahmen der Lendenwirbelsäule an, während sich der Patient nach vorne und hinten beugt (Flexions-/Extensionsröntgen). Durch dieses dynamische Röntgenbild wird sichtbar, wie stark der Knochen in Bewegung gleitet. Ein MRT wird angefordert, um Nervenkompressionen zu überprüfen.
Wenn das Gleiten stetig fortschreitet oder Kraft-/Muskelverlust in den Beinen eingesetzt hat, ist eine Operation zwingend erforderlich. Fachärzte für Neurochirurgie ziehen den verschobenen Knochen wieder in Position, entlasten die eingeklemmten Nerven und versteifen diesen Bereich dauerhaft durch den Einsatz von Titanschrauben (Platten), um die Wirbelsäule zu stabilisieren (Spinale Fusion).
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