Allgemeine Informationen zum Ischämischen Schlaganfall
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es ist der Zustand, bei dem die Blutgefäße, die Sauerstoff zum Gehirn transportieren, plötzlich blockiert werden, was zu einer mangelnden Durchblutung der von diesem Gefäß versorgten Hirnregion und zum Absterben der Zellen (Infarkt) führt. Er macht 85 % aller Schlaganfälle aus.
Ein Gerinnsel kann durch das Aufreißen von Cholesterinplaques in den Halsschlagadern (Karotiden) entstehen. Darüber hinaus kann ein im Herzen aufgrund von Herzrhythmusstörungen (Vorhofflimmern) entstandenes Gerinnsel über den Blutkreislauf ins Gehirn geschleudert werden.
Etwa 2 Millionen Gehirnzellen sterben jede Minute ab dem Moment, in dem das Gefäß blockiert ist. Je früher die medizinische Intervention erfolgt (insbesondere in den ersten 4,5 Stunden), desto geringer ist das Risiko des Patienten für eine dauerhafte Lähmung.
Bei einem Herabhängen/Erschlaffen einer Gesichtshälfte, der Unfähigkeit, einen der Arme oder Beine in der Luft zu halten, oder plötzlicher Sprachstörung/verwaschener Sprache sollte ohne Zeitverlust der Notruf 112 gewählt werden.
Mit Diffusions-MRT- und CT-Angiographie-Bildgebungen, die sofort nach einer neurologischen Untersuchung in der Notaufnahme durchgeführt werden, lassen sich das verschlossene Gefäß und das geschädigte Hirngewebe innerhalb von Sekunden feststellen.
Patienten, die innerhalb der ersten 4,5 Stunden vorstellig werden und kein Blutungsrisiko haben, erhalten intravenös gerinnselauflösende (thrombolytische) Medikamente. Bei großen Hauptarterienverschlüssen wird das Gerinnsel mit speziellen Geräten über einen Katheter von der Leiste aus angiographisch aus dem Gehirn entfernt (Thrombektomie).
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