Allgemeine Informationen über den Riesenzelltumor des Knochens
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es ist ein Tumorgewebe, das sich an den Knochenenden (in der Epiphysenregion) ansiedelt, unter dem Mikroskop als 'mehrkernige Riesenzellen' erscheint und den Knochen schwächt, indem es ihn von innen auflöst.
95 % der Fälle sind völlig gutartig. Er ist jedoch lokal sehr aggressiv; er zerstört den befallenen Knochen und neigt nach einer Operation stark dazu, an derselben Stelle wiederzukehren (Rezidiv). Sehr selten kann er in die Lunge streuen (metastasieren).
Ein selbst in Ruhephasen anhaltender Schmerz rund um das betroffene Gelenk (am häufigsten das Knie), eine von außen sichtbare Schwellung, Einschränkungen der Gelenkbeweglichkeit und plötzliche Knochenbrüche aufgrund des geschwächten Knochens.
Auf Röntgenbildern sind seifenblasenartige Auflösungszonen am Knochenende zu erkennen. Ein MRT wird durchgeführt, um die Ausbreitung des Tumors in das Gelenk und die Weichteile zu beurteilen; die endgültige Diagnose wird durch eine Biopsie (Gewebeentnahme) gestellt.
Die primäre Behandlung ist eine Operation. Das Tumorgewebe wird vollständig aus dem Knocheninneren ausgeschabt (Kürettage). Um verbleibende mikroskopische Zellen abzutöten, werden Hochgeschwindigkeitsfräsen oder Phenol eingesetzt (Kauterisation). Der Hohlraum wird dann mit Knochenzement oder Knochenersatzmaterial (Graft) aufgefüllt.
Bei Tumoren, die für eine Operation zu groß sind, sich in gefährlichen Bereichen (z. B. Wirbelsäule/Becken) befinden oder in die Lunge gestreut haben, können spezielle zielgerichtete Medikamente (Denosumab), die den Knochenabbau stoppen, oder Strahlentherapie eingesetzt werden.
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