Allgemeine Informationen über Dystonie
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es ist eine Erkrankung des Nervensystems, die durch unkontrollierte Muskelanspannungen dazu führt, dass sich ein bestimmter Bereich oder der gesamte Körper verdreht, verkrümmt oder in einer abnormalen Körperhaltung verharrt.
Sie kann die Nackenmuskulatur betreffen, sodass sich der Kopf zur Seite dreht (Zervikale Dystonie), zu unwillkürlichem Zukneifen der Augenlider führen (Blepharospasmus), die Stimme beeinträchtigen (Spasmodische Dysphonie) oder beim Schreiben Krämpfe in der Hand verursachen (Schreibkrampf).
Ein Teil der Fälle ist genetisch bedingt (primär). Andere treten als Folge von Hirntraumata, Schlaganfällen, Sauerstoffmangel, Kohlenmonoxidvergiftungen oder als Nebenwirkung bestimmter psychiatrischer Medikamente auf (sekundär).
Schmerzhafte Muskelkrämpfe im betroffenen Bereich, verdrehende Bewegungen, Zittern (Tremor), Gehstörungen oder Sprachstörungen. Die Symptome verstärken sich in der Regel bei Stress und Erschöpfung.
Grundlage ist die klinische Beobachtung durch einen Neurologen. Es werden ein EMG (Elektromyographie) zur Messung der elektrischen Aktivität der Muskeln und eine MRT-Bildgebung zum Ausschluss struktureller Probleme im Gehirn eingesetzt.
Die wirksamste vorübergehende Lösung besteht darin, den unwillkürlich kontrahierenden Muskeln in bestimmten Abständen Botulinumtoxin (Botox) zu injizieren. In schweren und generalisierten Fällen, in denen Medikamente nicht ausreichen, wird die Tiefe Hirnstimulation (Hirnschrittmacher-Operation) angewendet.
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