Allgemeine Informationen über vorzeitigen Samenerguss
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es ist der Kontrollverlust über die Ejakulation während des Geschlechtsverkehrs, bei dem der Mann kurz vor oder kurz nach dem vaginalen Eindringen (meist in weniger als 2 Minuten) zum Samenerguss kommt.
Ein Zustand, der seit der ersten sexuellen Erfahrung lebenslang besteht, wird als primär bezeichnet; ein Zustand, der sich erst später nach einer Phase normaler Funktion entwickelt und meist stressbedingt ist, wird als sekundärer (erworbener) vorzeitiger Samenerguss bezeichnet.
In jungen Jahren angeeignete, hastige Masturbationsgewohnheiten, Leistungsangst (Versagensangst), Prostataerkrankungen, Empfindlichkeit der Serotoninrezeptoren und Beziehungsprobleme sind die Hauptursachen.
Es beruht zu einem großen Teil auf psychologischen Ursachen (Stress, Angst). Es gibt jedoch auch rein physiologische Gründe, wie eine extreme nervliche Überempfindlichkeit der Eichel und eine genetisch bedingte hormonelle Veranlagung.
Blutuntersuchungen sind nicht erforderlich. Die ausführliche Aufnahme der sexuellen Anamnese (Vorgeschichte) durch den Urologen und die Beurteilung der Ejakulationszeit sowie der Kontrollfähigkeit der Person reichen für die Diagnose aus.
Sehr erfolgreiche Behandlungsmöglichkeiten sind verzögernde (lokalanästhetische) Cremes, die die Empfindlichkeit der Eichel mindern, Antidepressiva (SSRI) in Tablettenform, die den Ejakulationsreflex unterdrücken, sowie Sexualtherapie (Start-Stopp-Technik), die hilft, das Gefühl der Ejakulation zu kontrollieren.
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