Allgemeine Informationen über Gastroschisis
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es ist ein Zustand, bei dem die Därme (und manchmal auch andere Bauchorgane) des Babys durch eine angeborene Öffnung direkt rechts vom Nabel nach außen treten und frei liegen.
Bei der Omphalozele sind die nach außen getretenen Organe von einem dünnen, schützenden Häutchen (Bruchsack) umgeben und befinden sich innerhalb der Nabelschnur. Bei der Gastroschisis hingegen liegen die Därme ohne schützendes Häutchen völlig nackt direkt im Fruchtwasser.
Es gibt keine eindeutige Ursache; es handelt sich um einen embryologischen Entwicklungsfehler. Eine Mutterschaft in jungem Alter (unter 20 Jahren), Rauchen/Alkoholkonsum oder die Einnahme bestimmter Medikamente während der Schwangerschaft erhöhen das Risiko für diese Anomalie.
Ja. Bei den routinemäßigen geburtshilflichen Ultraschalluntersuchungen, die in der Regel zwischen der 14. und 18. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden, lässt sich die Früherkennung leicht stellen, wenn die Därme außerhalb des Bauches sichtbar sind.
Das Baby muss unbedingt in einem voll ausgestatteten Zentrum geboren werden, das über eine Neugeborenen-Intensivstation (NICU) und eine Kinderchirurgie verfügt. Um eine Schädigung des Darms zu vermeiden, wird häufig ein Kaiserschnitt (Sectio) bevorzugt.
Sobald das Baby geboren ist, werden die freiliegenden Därme in einen sterilen Beutel verpackt. Ist die Bauchhöhle groß genug, werden bei der ersten Operation alle Därme nach innen gedrückt und der Bauch verschlossen. Ist der Bauch zu eng, werden die Organe in einem speziellen Silo (Silo-Bag) aufgehängt und durch die Schwerkraft nach und nach (innerhalb von Tagen) in den Bauchraum zurückverlagert.
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