Allgemeine Informationen über Nachtblindheit
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es ist eine langsam fortschreitende genetische Erkrankung, bei der die Stäbchenzellen (Zellen im hinteren Teil des Auges, der Netzhaut, die das Sehen im Dunkeln ermöglichen) aufgrund eines Strukturfehlers ihre Funktion verlieren.
Sie wird meist durch genetische Mutationen verursacht, die von Mutter und Vater vererbt werden. Abgesehen davon können Krankheiten wie ein schwerer Vitamin-A-Mangel, Grauer Star (Katarakt) und Grüner Star (Glaukom) auch sekundär das Nachtsehen beeinträchtigen.
Die Krankheit beginnt in der Regel im Kindes- oder Jugendalter. Das erste Symptom sind Schwierigkeiten beim Sehen in der Nacht oder in schwach beleuchteten Umgebungen (wie im Kino). Mit fortschreitender Krankheit verengt sich das seitliche Sehen (peripheres Sehen) und es entsteht ein sogenannter 'Tunnelblick'.
Der Verlauf und die Geschwindigkeit der Krankheit sind von Person zu Person sehr unterschiedlich. Viele Patienten behalten ihr zentrales Sehvermögen über viele Jahre hinweg; in fortgeschrittenen und sehr schweren Stadien kann jedoch die Grenze der gesetzlichen Blindheit erreicht werden.
Bei der detaillierten Augenhintergrunduntersuchung durch den Augenarzt sind in der Netzhaut charakteristische schwarze Pigmentablagerungen (Knochenkörperchen-Struktur) zu erkennen. Die endgültige Diagnose wird durch Gesichtsfelduntersuchungen und das ERG (Elektroretinogramm), welches die elektrische Aktivität der Netzhaut misst, gestellt.
Für die genetisch vererbte Form gibt es keine definitive medizinische Heilung, die die Krankheit vollständig aufhält. Um das Fortschreiten zu verlangsamen, werden Vitamin-A- und Omega-3-Präparate verabreicht. Bei einigen speziellen Patienten mit entsprechenden Genmutationen bieten moderne Gentherapien (wie Luxturna) jedoch vielversprechende Ergebnisse.
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