Allgemeine Informationen über das Guillain-Barré-Syndrom
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es ist ein Zustand rasch fortschreitender Lähmungen, der einsetzt, wenn das Immunsystem nach einer einfachen Infektion überreagiert und fälschlicherweise die äußere Hülle (Myelinscheide) der peripheren Nerven angreift und zerstört.
Die Krankheit beginnt in der Regel mit Kribbeln (Ameisenlaufen), einem Gefühl von Nadelstichen und Schwäche in den Füßen und Beinen. Diese Schwäche wandert innerhalb von Stunden oder Tagen nach oben (zu den Armen und zum Rumpf) und entwickelt sich zu einer generalisierten Muskellähmung.
Ja. Wenn die Krankheit den Rumpf erreicht und die Zwerchfell- und Rippenmuskulatur (Atemmuskulatur) lähmt, kann der Patient nicht mehr selbstständig atmen und muss dringend auf die Intensivstation verlegt und an ein mechanisches Beatmungsgerät angeschlossen werden.
Obwohl das Lähmungsbild sehr dramatisch ist und sich schnell entwickelt, genesen bei entsprechender Behandlung über 80 % der Patienten innerhalb weniger Monate ganz oder weitestgehend und erlangen ihre frühere Gesundheit zurück.
Der Verlust von neurologischen Reflexen legt die Diagnose nahe. Für eine endgültige Diagnose sind ein EMG-Test (Elektromyographie), der die Nervenleitgeschwindigkeit misst, sowie eine Lumbalpunktion erforderlich, bei der Hirnwasser (Liquor) entnommen wird, um einen erhöhten Proteingehalt in der Flüssigkeit festzustellen.
Sobald die Diagnose gesichert ist, werden sofort IVIG-Infusionen (intravenöse Immunglobuline) verabreicht, die die fehlerhaften Antikörper im Immunsystem neutralisieren, oder es wird eine Plasmapherese (Blutplasmaaustausch) durchgeführt, bei der das Blut des Patienten maschinell 'gewaschen' und gereinigt wird.
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