Allgemeine Informationen über Hypermobilität
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es ist die Fähigkeit der Gelenke, sich leicht und schmerzlos über ihre anatomischen Grenzen hinaus zu dehnen (überstrecken), da die Bänder und Kapseln um die Gelenke herum strukturell locker oder gummiartig sind.
Gelenkflexibilität allein ist keine Krankheit und für einige Sportler (Turner usw.) sogar ein Vorteil. Wenn diese Flexibilität jedoch zu Schmerzen in den Gelenken, Verrenkungen (Luxationen) oder vorzeitigem Gelenkverschleiß (Arthrose) führt, spricht man vom 'Hypermobilitätssyndrom'.
Das Überbiegen der Finger oder Knie/Ellenbogen nach hinten, häufiges Umknicken (Verstauchen) des Knöchels, Gelenkschmerzen, die zum nächtlichen Erwachen führen, sowie Auskugelungen von Schulter, Kiefer oder Kniescheibe.
Bei gewöhnlicher Hypermobilität sind nur die Gelenke flexibel. Bei schweren genetischen Erkrankungen wie dem Ehlers-Danlos-Syndrom kommen zur Gelenkflexibilität noch eine teigig dehnbare Haut, Aneurysmen in den Herzgefäßen und schwerwiegende Organprobleme hinzu.
Die Diagnose wird durch den vom Arzt durchgeführten 9-Punkte-'Beighton-Score'-Test gestellt, der den Grad der Flexibilität der Gelenke (Daumen, kleiner Finger, Ellenbogen, Knie und Rumpf) der Person bewertet.
Für die Behandlung dieser Personen, deren Bänder ohnehin schon sehr elastisch und schwach sind, sind Bewegungen, die die Gelenke noch weiter dehnen, wie Yoga, absolut verboten. Die Lösung besteht nicht darin zu dehnen, sondern durch Pilates oder Krafttraining die Muskeln zu stärken, damit sie die Aufgabe der schwachen Bänder übernehmen.
Die Inhalte unserer Gesundheitsbibliothek dienen nur zu Informationszwecken und basieren auf wissenschaftlichen Daten zum Zeitpunkt der Aufzeichnung. Bei Fragen, Bedenken, Diagnosen oder Behandlungen bezüglich Ihrer Gesundheit wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder eine Gesundheitseinrichtung.



