Allgemeine Informationen über das Reizdarmsyndrom
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es ist ein Zustand, bei dem der Darm – obwohl er anatomisch völlig gesund ist – funktionell auf Befehle des Nervensystems mit abnormalen Reaktionen antwortet, Spasmen (Krämpfe) durchlebt und Schmerzen erzeugt.
Bei entzündlichen Darmerkrankungen liegen blutende Wunden, Zellsterben und eine physische Zerstörung im Inneren des Darms vor. Beim Reizdarmsyndrom hingegen sind Koloskopie und Bluttests völlig 'sauber'; das Problem ist nicht strukturell, sondern hängt mit der Bewegung (Motilität) zusammen.
Krampfartige Bauchschmerzen, die nach dem Stuhlgang meist nachlassen, starke Gase, Blähungen sowie – je nach Zustand der Person – plötzlich auftretende Durchfallattacken oder tagelang anhaltende Verstopfungsphasen.
Der Darm wird als das 'zweite Gehirn' des Körpers angesehen und steht in intensiver nervaler Verbindung mit dem Gehirn. Bei Prüfungsstress, beruflichen Ängsten, Trauer oder Depressionen wird die Darmtätigkeit sofort gestört, was einen IBS-Schub auslöst.
Das Reizdarmsyndrom ist eine Ausschlussdiagnose. Wenn der Patient weder an Blutungen noch an Gewichtsverlust leidet, werden nach dem Ausschluss von Krankheiten wie Zöliakie, Infektionen und Darmkrebs durch die entsprechenden Tests die IBS-Diagnose anhand der Art der Beschwerden gestellt.
Es gibt keine Heilung durch eine einzige Tablette für die Krankheit. Die Basis der Behandlung ist die 'FODMAP-Diät', die gasbildende Kohlenhydrate einschränkt. Krampflösende Medikamente für den Darm (Spasmolytika) und niedrig dosierte Antidepressiva zur Beruhigung der Gehirn-Darm-Achse sind sehr erfolgreich.
Die Inhalte unserer Gesundheitsbibliothek dienen nur zu Informationszwecken und basieren auf wissenschaftlichen Daten zum Zeitpunkt der Aufzeichnung. Bei Fragen, Bedenken, Diagnosen oder Behandlungen bezüglich Ihrer Gesundheit wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder eine Gesundheitseinrichtung.



