Allgemeine Informationen zum Pilonidalsinus
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es ist das Einnisten von toten Haaren, die vom Rücken, Nacken oder Kopf fallen, durch Reibung unter die Haut am Steißbein (wie ein Bohrer). Der Körper nimmt dies als Fremdkörper wahr, umhüllt ihn mit einer Zystenmembran und produziert Eiter.
Das Steißbein ist eine geschlossene Falte, die schwitzt, ständiger Reibung ausgesetzt ist und beim Sitzen einen Vakuumeffekt erzeugt. Die von oben herunterfallenden Haare verfangen sich in dieser Falte und dringen durch die Reibung leicht durch die Hautporen ein.
Eine tastbare Schwellung im Bereich des Steißbeins (Gesäßspalte), starke, pochende Schmerzen, die das Sitzen oder auf dem Rücken Liegen erschweren, kleine Löcher in diesem Bereich und ein gelber/blutiger, übel riechender Ausfluss.
Nein. Solange die Haare in diesem Gang (Sinus) unter der Haut verbleiben, heilt die Krankheit weder mit Medikamenten noch mit Salben; lediglich die Abszessphase klingt ab, bevor es zu einem Rückfall kommt.
Eine einfache körperliche Untersuchung durch den Allgemeinchirurgen, bei der die Haareintrittsöffnungen (Pits) und das Abszessgewebe begutachtet werden, ist für die Diagnose zu 100 % ausreichend.
Je nach Stadium der Erkrankung gibt es verschiedene Methoden. In leichten Fällen wird das Innere des Ganges unter örtlicher Betäubung gereinigt und Silbernitrat/Phenolkristalle (Verödung) angewendet. In fortgeschrittenen Fällen wird die mit Haaren gefüllte Zyste vollständig chirurgisch entfernt, und gesunde Haut wird darübergeschoben und vernäht (Lappenplastik / Flap-Methode).
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