Allgemeine Informationen über Kleptomanie
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es handelt sich um eine Impulskontrollstörung, bei der ein Individuum dem Drang nicht widerstehen kann, Gegenstände zu stehlen, die es für den persönlichen Gebrauch oder wegen ihres materiellen Wertes überhaupt nicht benötigt (manchmal sind es wertlose Dinge).
Gewöhnlicher Diebstahl wird aus finanziellem Gewinnstreben, Planung und Eigennutz begangen. Ein Kleptomanie-Patient hingegen braucht den gestohlenen Gegenstand nicht und denkt im Moment des Stehlens nicht an das Risiko, erwischt zu werden; er befriedigt sich an der Tat selbst (dem Adrenalin beim Stehlen) und versteckt oder wirft den Gegenstand anschließend weg.
Kurz vor der Diebstahlshandlung spürt die Person eine zunehmende und unerträgliche innere Anspannung. In dem Moment, in dem sie die Tat ausführt, empfindet sie große Lust, Erleichterung und Befriedigung. Stunden später setzen tiefe Scham, Depressionen und die Angst vor Verhaftung ein.
Obwohl die genaue Ursache nicht vollständig bekannt ist, geht man davon aus, dass chemische Ungleichgewichte, die das Belohnungszentrum des Gehirns (Dopamin und Serotonin) beeinflussen, Tendenzen zur Zwangsstörung (Zwangserkrankung) und starker Stress diesen Impuls auslösen.
Patienten verheimlichen es oft, weil sie sich schämen oder Angst vor strafrechtlicher Verfolgung haben. Die Diagnose wird gestellt, wenn die Person in einer klinisch-psychiatrischen Beurteilung bestätigt, dass sie diese Handlung nicht aus finanziellem Gewinn oder Wut, sondern aufgrund einer impulsiven Anspannung begeht.
Medikamente aus der Gruppe der Antidepressiva (SSRI) werden eingesetzt, um impulsive Verhaltensweisen und wiederkehrende Gedanken zu unterdrücken. Begleitend zur medikamentösen Behandlung werden dem Patienten durch Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) Techniken vermittelt, wie er den Drang zum Stehlen bewältigen kann, wenn dieser auftritt.
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