Allgemeine Informationen zur COPD
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Die chronisch obstruktive (verengende) Lungenerkrankung ist eine dauerhafte, schleichende und fortschreitende Lungenkrankheit, bei der sich die Atemwege in der Lunge entzünden und verengen und die Lungenbläschen (Alveolen), durch die Sauerstoff ins Blut gelangt, aufreißen und ihre Elastizität verlieren.
Bei Asthma ist die Atemwegsverengung 'reversibel' (umkehrbar); wenn der Patient während eines Anfalls Medikamente einnimmt (oder wenn der Anfall vorüber ist), normalisiert sich die Lunge wieder vollständig. Bei COPD hingegen sind die Lungenschäden und die Verengung 'dauerhaft' (irreversibel). Medikamente verschaffen dem Patienten nur Linderung, können die Lunge aber nicht in ihren ehemals gesunden Zustand zurückversetzen.
Die COPD ist eine Kombination aus diesen beiden Krankheiten.
Chronische Bronchitis: Ist eine ständige Entzündung der Atemwege, die durch übermäßige Schleimproduktion (Auswurf) die Röhren verstopft.
Emphysem: Ist das Schmelzen und Platzen der Membranen der Sauerstoffbläschen (Alveolen) am äußersten Ende der Lunge, wodurch die Lunge ihre schwammartige Struktur verliert, sich ausdehnt und die Luft nicht mehr ausatmen kann.
Die einzige und sichere Ursache für mehr als 90 % der Fälle ist RAUCHEN und der Konsum von Tabakprodukten. Bei fast jedem, der 20 Jahre lang 1 Schachtel Zigaretten am Tag raucht, beginnt eine Form von COPD. Auch eine längere Exposition gegenüber dem Rauch von Tandoori, Kuhdung oder Holzfeuer (Biomasserauch) verursacht COPD, insbesondere bei Frauen in ländlichen Gebieten.
Raucher ignorieren die Symptome oft jahrelang mit der Begründung 'Das ist Raucherhusten'. Hartnäckiger Auswurf am Morgen, Atemnot beim Bergaufgehen/Treppensteigen, die vorher nicht da war, Keuchen (Pfeifgeräusche) in der Brust und in fortgeschrittenen Stadien Blaufärbung von Lippen/Nägeln sind jedoch die deutlichsten Anzeichen der Krankheit.
Die Diagnose wird durch einen Lungenfunktionstest (Spirometrie) gestellt, bei dem der Patient tief einatmet und mit voller Kraft in einen Computer (Röhre) pustet. Der Abfall des FEV1-Wertes bestimmt das Stadium der COPD.
Behandlung: Das Rauchen muss unbedingt aufgegeben werden (sonst wirken Medikamente nicht). Um die verengten Röhren zu weiten, werden Bronchodilatatoren verabreicht, die inhaliert werden (Inhalatoren/Sprays). Patienten in einem fortgeschrittenen Stadium (Stadium 4) sind gezwungen, zu Hause ständig einen Sauerstoffkonzentrator (Sauerstoffgerät) zu verwenden.
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