Allgemeine Informationen zum Chronischen Erschöpfungssyndrom
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es ist ein Zustand tiefer Erschöpfung in einem Ausmaß, das die Person daran hindert, selbst alltägliche Aktivitäten auszuführen, der nicht durch Schlaf oder Ruhe vergeht und nicht durch eine medizinische Ursache erklärt werden kann.
Normale Müdigkeit tritt nach der Arbeit auf und vergeht nach dem Schlafen. Beim Chronischen Erschöpfungssyndrom hingegen ist der Patient selbst nach dem Aufwachen müde. Eine kleine Anstrengung (ein Bad nehmen, in den Supermarkt gehen) erschöpft den Patienten so sehr, dass er tagelang ans Bett gefesselt ist.
Die genaue Ursache ist nicht vollständig geklärt. Meistens geht man davon aus, dass es sich um eine dauerhafte Fehlfunktion/Reaktion des Immun- und Nervensystems nach einer schweren Virusinfektion (z. B. Epstein-Barr, Covid-19) handelt.
Es ist das markanteste Merkmal der Krankheit. Es ist der Zustand, bei dem sich die Symptome 12-48 Stunden nach einer körperlichen oder geistigen Aktivität (mit grippeähnlichen Muskelschmerzen, Hitzewallungen und Gehirnnebel) schlagartig verschlimmern.
Es gibt keinen speziellen Bluttest; es handelt sich um eine 'Ausschlussdiagnose'. Nachdem alle organischen Erkrankungen, die Müdigkeit verursachen können, wie z. B. Schilddrüsenerkrankungen, Anämie, Schlafapnoe oder Depressionen, getestet und ausgeschlossen wurden, wird die Diagnose anhand der Dauer der Beschwerden gestellt.
Es gibt keine dauerhafte Heilung, es wird eine Managementstrategie angewendet. Eingesetzt werden Aktivitätsmanagement (Pacing), bei dem der Patient lernt, seine Energie über den Tag zu verteilen, schlafregulierende Mittel, kognitive Verhaltenstherapie und sehr leichte/stufenweise Übungen zur Vermeidung von Muskelschwund.
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