Allgemeine Informationen zum Paukenerguss
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es ist die Ansammlung einer schleimigen und klebrigen Flüssigkeit im Hohlraum hinter dem Trommelfell, obwohl keine akute mikrobielle Infektion (Entzündung oder Fieber) im Mittelohr vorliegt.
Bei einer akuten Mittelohrentzündung treten starke Schmerzen, Fieber und Eiter auf. Beim Paukenerguss hingegen gibt es keine Schmerzen und kein Fieber; das Hauptproblem ist der Hörverlust, der dadurch auffällt, dass das Kind den Fernseher lauter stellt oder nicht hört, wenn es gerufen wird, sowie ein Völlegefühl im Ohr.
Der Hauptgrund ist die Verstopfung der 'Eustachischen Röhre', die den Nasen-Rachen-Raum mit dem Ohr verbindet. Häufige Infektionen der oberen Atemwege bei Kindern, allergischer Schnupfen und sehr große Rachenmandeln (Polypen) verstopfen diesen Kanal, was zu einer Flüssigkeitsansammlung führt.
Bleibt er über längere Zeit unbehandelt, kann dies dazu führen, dass das Trommelfell einfällt, mit den dahinter liegenden Gehörknöchelchen verklebt und dauerhafte Hörschäden sowie Verzögerungen in der geistigen/sprachlichen Entwicklung verursacht.
Wenn der HNO-Arzt das Trommelfell mit einem Otoskop (Ohrkamera) untersucht und dabei die Flüssigkeit oder Luftblasen hinter dem Trommelfell sieht, wird die Diagnose gestellt. Mit der Tympanometrie, die den Mittelohrdruck und die Elastizität des Trommelfells misst, wird die Diagnose gesichert.
Im ersten Schritt werden abschwellende Nasensprays, Allergiesäfte und spezielle Methoden zum Ballonaufblasen (Übungen der Eustachischen Röhre) angewendet. Wenn sich die Flüssigkeit nach 3 Monaten medikamentöser Behandlung nicht auflöst, wird in einem einfachen chirurgischen Eingriff ein mikroskopisch kleines Belüftungsröhrchen (Paukenröhrchen) in das Trommelfell eingesetzt, um die Flüssigkeit abzuleiten.
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