Allgemeine Informationen zur Lyme-Borreliose
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Die Lyme-Borreliose ist eine durch Zecken übertragene Infektionskrankheit, die entsteht, wenn das spirochätenartige Bakterium Borrelia burgdorferi in den Körper gelangt und möglicherweise mehrere Systeme (Haut, Nervensystem, Herz und Gelenke) betrifft. Da ihre Symptome mit vielen verschiedenen rheumatologischen und neurologischen Erkrankungen verwechselt werden können, wird sie in der medizinischen Welt manchmal auch als der "Große Imitator" bezeichnet.
Die Hauptursache der Krankheit ist das Bakterium Borrelia. Die Krankheit wird nicht von Mensch zu Mensch übertragen; sie wird übertragen, wenn eine infizierte Zecke einen Menschen beißt und das Bakterium während des Blutsaugens in den Körper überträgt. Damit das Bakterium auf den Menschen übergeht, muss die Zecke in der Regel 36 bis 48 Stunden an der Haut festgesaugt bleiben.
Das charakteristischste Frühsymptom ist ein Hautausschlag in Form von ineinandergreifenden roten Ringen, der als "Bullauge" (Erythema migrans oder Wanderröte) bezeichnet wird und 3 bis 30 Tage nach dem Zeckenbiss auftritt. Dieser Ausschlag kann von Fieber, Schüttelfrost, Müdigkeit, starken Muskel- und Gelenkschmerzen sowie geschwollenen Lymphknoten begleitet sein.
Wird sie nicht frühzeitig diagnostiziert und behandelt, kann sich die Infektion über Monate oder Jahre auf andere Körperteile ausbreiten. In diesem Spätstadium können starke Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Gesichtslähmungen, Herzklopfen und Herzrhythmusstörungen (Lyme-Karditis), starke Gelenkschmerzen und Schwellungen (insbesondere in den Knien) sowie verschiedene neurologische Probleme (Gedächtnisprobleme, Nervenschmerzen) beobachtet werden.
Die Diagnose wird in der Regel von Fachärzten aufgrund der Beschwerden des Patienten, einer Anamnese von Zeckenexposition in der Natur und dem Vorhandensein des typischen "Bullaugen"-Ausschlags gestellt. Um klinische Befunde zu stützen und eine endgültige Diagnose zu stellen, werden zweistufige Bluttests (serologische Tests) wie ELISA und Western Blot verwendet, die die vom Körper gegen die Bakterien gebildeten Antikörper nachweisen.
Die grundlegende und wirksamste Behandlung der Lyme-Borreliose sind Antibiotika. Patienten, die im Frühstadium diagnostiziert werden, erreichen im Allgemeinen eine vollständige Genesung mit 2 bis 3 Wochen dauernden oralen verschreibungspflichtigen Antibiotikakuren. Bei Patienten mit neurologischer oder kardialer Beteiligung im fortgeschrittenen Stadium können längerfristige intravenöse Antibiotikabehandlungen erforderlich sein.
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