Allgemeine Informationen zu Brustkrebs
Erkrankungsdetails und häufig gestellte Fragen
Es handelt sich um bösartige Tumoren, die in den Milchgängen (duktal) oder Milchdrüsen (lobulär) der Brust beginnen und das Potenzial besitzen, schnell zu wachsen und sich über die Achsellymphknoten in andere Körperregionen auszubreiten (Metastasen zu bilden).
Das weibliche Geschlecht (selten betrifft es auch Männer) und das Altern sind die größten Faktoren. Personen mit einer familiären Vorbelastung (Mutter, Schwester) für Brustkrebs (Träger von BRCA1/BRCA2-Genmutationen) tragen ein hohes Risiko. Kinderlosigkeit oder eine Erstgeburt nach dem 30. Lebensjahr, ein frühes Einsetzen der Menstruation und eine späte Menopause (lange Östrogenexposition), Adipositas sowie Alkohol- und Nikotinkonsum erhöhen das Risiko.
Das häufigste Symptom ist ein in der Brust oder Achselhöhle tastbarer, harter, unregelmäßig begrenzter, meist schmerzloser und unverschieblicher Knoten. Asymmetrische Veränderungen der Brustform/-größe, ein plötzliches Einziehen der Brustwarze, blutiger oder klarer Ausfluss aus der Brustwarze, ein Orangenhautphänomen der Brusthaut, Rötungen und Verdickungen sind wichtige Warnzeichen.
Nein. Achzig Prozent der von Frauen bemerkten Knoten in der Brust sind völlig gutartige, harmlose Strukturen wie fibrozystische Veränderungen, einfache flüssigkeitsgefüllte Zysten oder Fibroadenome. Dennoch muss jeder tastbare Knoten umgehend von einem Allgemeinchirurgen untersucht werden.
Ab dem 20. Lebensjahr sollte jede Frau jeden Monat 3–4 Tage nach dem Ende der Menstruation eine Brustselbstuntersuchung durchführen. Die einzige Methode, um noch nicht tastbare, millimetergroße Krebszellen zu entdecken, ist die Durchführung einer Mammographie (Röntgenuntersuchung der Brust). Ab dem 40. Lebensjahr sollte jede Frau einmal im Jahr eine Mammographie und einen Brustultraschall durchführen lassen.
Die Diagnose wird durch die Entnahme einer Hochgeschwindigkeits-Stanzbiopsie (Tru-Cut) aus dem verdächtigen Knoten gestellt.
Es wird nicht mehr wie früher bei jedem Krebs die gesamte Brust amputiert. In frühen Stadien ist die brusterhaltende Therapie (BET) (Entnahme nur des Tumors und einiger Lymphknoten der Achselhöhle) der Standard. Ist eine vollständige Entfernung der Brust (Mastektomie) erforderlich, wird in derselben Sitzung von plastischen Chirurgen eine neue Brust (Rekonstruktion) mittels Eigengewebe (Bauchfett) oder Silikonimplantaten geformt. Um den Operationserfolg zu sichern und eine Streuung zu verhindern, werden Chemotherapie, Strahlentherapie (Bestrahlung) und zielgerichtete Medikamente/Hormontherapien eingesetzt.
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