Allgemeine Informationen über Myome
Erkrankungsdetails und häufig gestellte Fragen
Es handelt sich um harte, runde Gewebestücke (Tumoren), die durch das abnormale Wachstum von glatten Muskelzellen der Gebärmutterwand entstehen. Ihre Größe kann von der einer Erbse bis zu der einer Melone variieren.
NEIN. Myome sind zu 99,5 % völlig gutartig (benigne). Die Wahrscheinlichkeit, dass sich Myome in Krebs (Sarkome) verwandeln, is verschwindend gering. Das Vorhandensein eines Myoms erhöht das Risiko für Gebärmutterkrebs bei einer Frau nicht.
Jede dritte Frau im gebärfähigen Alter (zwischen 30 und 40 Jahren) hat Myome. Obwohl die genaue Ursache unbekannt ist, wachsen Myome, indem sie sich von den Hormonen Östrogen und Progesteron ernähren. Daher wachsen sie während einer Schwangerschaft schnell, während sie in den Wechseljahren nach dem Versiegen der Hormone von selbst schrumpfen.
Die meisten kleinen Myome verursachen keine Symptome. Wenn das Myom jedoch in die Gebärmutter hineinwächst, verursacht es übermäßig starke und klumpige Menstruationsblutungen, eine Menstruationsdauer von mehr als 10 Tagen und eine daraus resultierende schwere Blutarmut (Anämie). Wenn es massiv nach außen wächst, führt es durch Druck auf die Blase zu ständigem Harndrang, durch Druck auf den Darm zu Verstopfung oder zu starkem Druck/Schmerzen im Unterleib.
Dies hängt von der Lage des Myoms ab. Myome an der Außenwand der Gebärmutter stehen einer Schwangerschaft nicht im Wege. Wenn das Myom jedoch direkt in die Gebärmutterhöhle (wo sich das Kind einnisten soll) hineingewachsen ist (submuköses Myom), verhindert es die Einnistung des Embryos (verursacht Unfruchtbarkeit) oder kann zu wiederholten Fehlgeburten/Frühgeburten führen.
Kleine Myome, die keine Beschwerden verursachen, werden lediglich durch jährliche Ultraschalluntersuchungen kontrolliert.
Medikamentöse Behandlung: Zur Reduzierung der Blutung können Antibabypillen oder Hormonspiralen (Mirena) eingesetzt werden.
Operation (Myomektomi): Wenn das Myom schnell wächst, die Patientin durch Blutungen anämisch macht oder eine Schwangerschaft verhindert, ist eine Operation unumgänglich. Meist werden die Myome unter Erhalt der Gebärmutter mittels minimal-invasiver Verfahren (Laparoskopie oder Hysteroskopie) entfernt. Bei älteren Patientinnen ohne Kinderwunsch, deren Myome die Gebärmutter vollständig ausfüllen, kann die gesamte Gebärmutter entfernt werden (Hysterektomie).
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