Allgemeine Informationen über Multiple Sklerose
Erkrankungsdetails und häufig gestellte Fragen
Es ist eine Erkrankung, bei der die körpereigenen Abwehrzellen fälschlicherweise die elektrischen Isolierhüllen (Myelin) angreifen und zerstören, die die Nervenfasern in Gehirn und Rückenmark umgeben.
Bei der großen Mehrheit der Patienten (schubförmig-remittierender Typ) flammt die Erkrankung plötzlich auf, und es kommt zu neurologischen Ausfällen (Schub). Schübe nach dem Ende des Schubs repariert der Körper diesen Schaden teilweise oder vollständig, und die Beschwerden verschwinden.
Häufig ist das erste Symptom eine Sehminderung oder ein Sehverlust auf einem Auge (Optikusneuritis). Darüber hinaus treten Taubheitsgefühl, Kribbeln, Kraftlosigkeit, ein Gefühl von elektrischen Schlägen in den Armen/Beinen, Geh- und Gleichgewichtsberstörungen sowie extreme Müdigkeit auf.
Die genaue Ursache ist unbekannt. Es wird angenommen, dass bei Personen mit genetischer Veranlagung das Epstein-Barr-Virus (Pfeiffersches Drüsenfieber), ein schwere Vitamin-D-Mangel und das Rauchen die Erkrankung auslösen.
Durch die Durchführung eines kontrastmittelgestützten MRTs von Gehirn und Rückenmark werden die durch den Myelinschaden hinterlassenen weißen Plaques (Läsionen) festgestellt. Bei Bedarf wird im Nervenwasser (Liquor) nach oligoklonalen Banden gesucht, die eine Immunaktivität anzeigen.
Um den Schaden während eines Schubs sofort zu stoppen, wird hochdosiertes Kortison intravenös verabreicht. Langfristig werden lebenslang krankheitsmodifizierende (immunsuppressive) Therapien in Form von Spritzen oder Tabletten eingesetzt, um Schübe zu verhindern und das Fortschreiten der Erkrankung bis zur Behinderung zu stoppen.
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