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Çakırtepe Hastanesi
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Multiple Sklerose (MS)

Diagnose, Symptome und Behandlungsmethoden.

Allgemeine Informationen über Multiple Sklerose

Die Multiple Sklerose (MS) ist eine chronische Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem die schützende Myelinschicht, die die Nervenfasern im eigenen zentralen Nervensystem (Gehirn und Rückenmark) umgibt und die elektrische Reizleitung beschleunigt, angreift und beschädigt (Demyelinisierung). Sie führt schubweise zu Sehverlust, Taubheitsgefühl, Gleichgewichtsstörungen und Müdigkeit. In unserer neurologischen Klinik wird sie mittels MRT und Liquoranalysen diagnostiziert; die Behandlung erfolgt bei Schüben mit Kortison und langfristig mit verlaufsmodifizierenden Immunmodulatoren.

Erkrankungsdetails und häufig gestellte Fragen

Detaillierte Informationen zur Erkrankung finden Sie unter den folgenden Überschriften.
Was ist Multiple Sklerose (MS)?

Dabei handelt es sich um eine Fehlfunktion des körpereigenen Abwehrmechanismus, bei der die „Myelinschicht“, welche die Nervenzellen in Gehirn und Rückenmark umgibt und wie eine Kabelisolierung wirkt, fälschlicherweise als fremder Feind angesehen und zerstört wird. Nerven mit beschädigter Isolierung können elektrische Signale nicht mehr korrekt an den Körper weiterleiten (es kommt zum Kurzschluss).

Bei wem und in welchem Alter tritt sie am häufigsten auf?

MS ist eine Erkrankung junger Erwachsener. Sie tritt meist im Alter zwischen 20 und 40 Jahren auf und ist bei Frauen etwa 2- bis 3-mal häufiger als bei Männern.

Was sind die Symptome (Schübe)?

Die Symptome hängen davon ab, welcher Nerv von der Leitungsstörung betroffen ist. Der häufigste erste Schub ist die Optikusneuritis (eine plötzlich einsetzende, schmerzhafte Sehverschlechterung oder Erblindung auf einem Auge). Hinzu kommen stundenlang anhaltende Taubheitsgefühle/Kribbeln in Armen oder Beinen, Gleichgewichtsverlust (unsicherer Gang), Harninkontinenz und eine bei heißem Wetter oder beim Baden plötzlich stark zunehmende Erschöpfung.

Was bedeuten Schub und Remission?

Etwa 85 % der MS-Patienten weisen den schubförmig-remittierenden Typ (RRMS) auf. Ein Symptom (z. B. Taubheitsgefühl im Bein) beginnt, hält einige Wochen an (SCHUB), danach repariert der Körper diese Isolierung teilweise, und die Beschwerden verschwinden vollständig oder fast vollständig (REMISSION). Die Erkrankung führt Monate oder Jahre später an einer anderen Stelle zu einem erneuten Schub.

Wie wird es diagnostiziert?

Das wichtigste Diagnosewerkzeug ist die kontrastmittelgestützte MRT-Untersuchung von Gehirn und Rückenmark. Im MRT sind die weißen Flecken (Plaques/Läsionen), an denen die Myelinschicht geschädigt und entzündet ist, deutlich zu sehen. Zur Sicherung der Diagnose und zum Ausschluss anderer Erkrankungen wird Nervenwasser entnommen (Liquoranalysen) und nach Antikörpern, den sogenannten „oligoklonalen Banden“, untersucht.

Gibt es eine Heilung? Führt MS zur Lähmung?

Es gibt keine vollständige Heilung für MS, aber es ist NICHT MEHR eine Erkrankung, die Patienten unweigerlich an den Rollstuhl fesselt.
Im Schubfall: Um die Entzündung rasch einzudämmen, wird für 3-5 Tage hochdosiertes Kortison intravenös verabreicht (Stoßtherapie).
Prophylaktische Behandlung: Dank täglicher Spritzen, Tabletten oder monatlicher intravenöser Infusionen (Immunmodulatoren und smarte Antikörper), die das Auftreten neuer Schübe und die Plaquebildung um 80-90 % stoppen, können Patienten ein völlig normales, active Leben ohne bleibende Schäden führen.

Die Inhalte unserer Gesundheitsbibliothek dienen nur zu Informationszwecken und basieren auf wissenschaftlichen Daten zum Zeitpunkt der Aufzeichnung. Bei Fragen, Bedenken, Diagnosen oder Behandlungen bezüglich Ihrer Gesundheit wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder eine Gesundheitseinrichtung.


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