Allgemeine Informationen über Narkolepsie
Erkrankungsdetails und häufig gestellte Fragen
Es ist eine Erkrankung des zentralen Nervensystems, bei der eine Person tagsüber (beim Autofahren, Sprechen, Essen) ungewollt und plötzlich innerhalb von Sekunden in einen Tiefschlaf fällt, unabhängig davon, wie qualitativ hochwertig der Nachtschlaf war.
Dies ist das deutlichste und dramatischste Symptom der Narkolepsie. Bei plötzlichen und intensiven Gefühlsänderungen wie Lachen, Ärger oder Überraschung erschlaffen plötzlich alle Muskeln und die Person bricht zusammen, obwohl das Bewusstsein völlig klar bleibt.
Die Hauptursache der Erkrankung liegt darin, dass der Neurotransmitter „Orexin (Hypocretin)“, der im Gehirn für die Wachheit sorgt und den Appetit reguliert, aufgrund von Autoimmunprozessen oder genetischen Ursachen nicht produziert werden kann oder zerstört wird.
Ja, Patienten erleben beim Einschlafen oder Aufwachen eine Schlaflähmung, bei der sie ihren Körper nicht bewegen können. Gleichzeitig haben sie äußerst realistische und beängstigende (hypnagoge) Halluzinationen, bei denen die Träume im Wachzustand fortzudauern scheinen.
Der Patient wird unter Aufsicht eines Schlafspezialisten im Schlaflabor untersucht. Die endgültige Diagnose wird mittels Polysomnographie zur Messung des Nachtschlafs und dem „Multiplen Schlaf-Latenz-Test“ (MSLT) zur Messung der Einschlafdauer am Tage und der Geschwindigkeit des Übergangs in den REM-Schlaf gestellt.
Es gibt keine endgültige Heilung, aber die Erkrankung lässt sich mit Medikamenten sehr gut kontrollieren. Um die Wachheit am Tage zu gewährleisten, werden spezielle Stimulanzien des zentralen Nervensystems (Modafinil) verschreibungen. Bei Kataplexie-Attacken und Halluzinationen werden bestimmte Antidepressiva eingesetzt, die den Schlafzyklus regulieren, oder Natriumoxybat verwendet.
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