Allgemeine Informationen zur Orf-Krankheit
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es handelt sich um eine ansteckende Hautkrankheit, die durch ein Virus namens Parapoxvirus verursacht wird. Sie wird im Allgemeinen von Tieren auf Menschen übertragen und heilt allmählich von selbst ab.
Sie wird übertragen, wenn Läsionen an Mund/Nase von infizierten Schafen oder Ziegen (insbesondere Jungtieren) ohne Handschuhe berührt werden, oder wenn das Virus durch einen kleinen Kratzer in der Haut eindringt, etwa bei der Fleischverarbeitung durch Metzger, Hirten oder während des Opferfestes.
Nein. Die Orf-Krankheit ist eine Zoonose (von Tieren auf Menschen übertragene Krankheit). Die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung von Mensch zu Mensch durch Kontakt ist praktisch nicht vorhanden.
Typischerweise tritt 1-2 Wochen nach dem Kontakt eine kleine rote Erhebung (Papel) an den Händen oder Fingern auf. Diese Erhebung wächst, füllt sich mit Flüssigkeit und Blut, vergrößert sich schmerzhaft und bildet schließlich eine Kruste.
Die Anamnese des Patienten bezüglich eines kürzlichen Kontakts mit Kleinvieh oder rohem Fleisch sowie die Beurteilung der typischen Läsion durch einen Dermatologen reichen in der Regel für eine Diagnose aus.
Ein spezielles antivirales Medikament oder eine Operation ist nicht erforderlich. Der Körper besiegt das Virus innerhalb von 4-6 Wochen, und die Läsion fällt ohne Narbenbildung ab. Antibiotikahaltige Wundsalben werden nur aufgetragen, um eine zusätzliche bakterielle Infektion der Läsion zu verhindern.
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