Allgemeine Informationen zur Paraplegie
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es handelt sich um den vollständigen oder teilweisen Verlust der Bewegungs- (motorischen) und Gefühlsfunktionen (sensorischen) in den Beinen und im unteren Rumpf aufgrund einer Schädigung in den unteren Abschnitten des Rückenmarks.
Bei der Tetraplegie (Lähmung ab dem Hals) sind Arme, Rumpf und Beine vollständig gelähmt. Bei der Paraplegie sind Arme und Hände völlig gesund, während nur der untere Teil des Rumpfes und die Beine gelähmt sind.
Rückenmarkstraumata wie Verkehrsunfälle, Stürze aus großer Höhe und Schusswunden sind die häufigsten Ursachen. Auch Rückenmarkstumoren, Infektionen und Multiple Sklerose (MS) können dazu führen.
Ja. Da die Schädigung des Rückenmarks auch die Nerven durchtrennt, die die Blasen- und Darmmuskulatur steuern, können die Patienten die Fähigkeit verlieren, Urin und Stuhl zurückzuhalten (neurogene Blase).
Bei einer vollständigen Durchtrennung (komplette Schädigung) des Rückenmarks ist die Lähmung dauerhaft, da sich Nerven nicht regenerieren. Bei partiellen (inkompletten) Läsionen kann jedoch durch intensive Physiotherapie ein Teil der Beweglichkeit wiedererlangt werden.
Die Ziele bestehen darin, dass der Patient lernt, einen Rollstuhl mit den Armen zu bedienen, Druckgeschwüre (Dekubitus) zu vermeiden, den Muskelschwund zu stoppen und dem Patienten ein Maximum an Unabhängigkeit im täglichen Leben zu ermöglichen.
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