Allgemeine Informationen über die Prostataentzündung
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es handelt sich um die Infektion der Prostata oder um eine chronische Entzündung aus neurologischen/muskulären Gründen. Sie geht mit starken Schmerzen im Beckenbereich (Unterbauch) und Harnproblemen einher.
Akute bakterielle Prostatitis: Beginnt plötzlich mit hohem Fieber, Schüttelfrost und Unfähigkeit zum Wasserlassen. Sie ist sehr schwerwiegend und erfordert eine sofortige Krankenhausbehandlung.
Chronisch bakterielle Prostatitis: Tritt auf, wenn sich Bakterien in der Prostata verstecken und über Monate hinweg leichte, wiederkehrende Infektionen verursachen.
Chronisches Beckenschmerzsyndrom (nicht bakteriell): Die häufigste Form (90 % der Fälle). Obwohl keine Mikroben vorhanden sind, leidet der Patient unter ständigen Entzündungsschmerzen in der Prostata und den Hoden.
Das typischste Symptom ist ein ständiger, dumpfer und unangenehmer Schmerz im Dammbereich (zwischen Hoden und Anus), in der Leistengegend oder im unteren Rücken. Hinzu kommen Brennen beim Wasserlassen, häufiges Wasserlassen, das Gefühl der unvollständigen Blasenentleerung sowie Schmerzen während oder nach dem Geschlechtsverkehr (Ejakulation).
Prostatitis kann die Erektionsqualität indirekt (durch Schmerz und Stress) beeinträchtigen und zu vorzeitiger Ejakulation führen. Der bakterielle Typ kann sexuell übertragen werden, aber der weitaus häufigere nicht-bakterielle Typ ist definitiv nicht ansteckend und wird nicht auf Ihre Partnerin übertragen.
Eine hochsensible und schmerzhafte Prostata während einer vom Urologen durchgeführten rektalen Untersuchung sichert die Diagnose. Der Arzt drückt leicht auf die Prostata (Prostatamassage), um eine Flüssigkeitsprobe aus dem Harnleiter zu entnehmen, die dann im Labor auf Bakterien/Entzündungszellen untersucht wird.
Die Struktur (Kapsel) der Vorsteherdrüse ist sehr widerstandsfähig gegen das Eindringen von Medikamenten. Wenn daher Mikroben vorhanden sind, müssen die verschriebenen Antibiotika 4 bis 6 Wochen lang ununterbrochen eingenommen werden. Beim mikrobenfreien Typ (chronisches Beckenschmerzsyndrom) werden warme Sitzbäder, Alpha-Blocker-Pillen zur Entspannung der Prostatamuskulatur, Schmerzmittel, Stressbewältigung und regelmäßige Prostatamassagen eingesetzt, um den durch die Krankheit entstandenen Teufelskreis zu durchbrechen.
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