Allgemeine Informationen über Intrauterine Adhäsionen
Krankheitsdetails und Häufig Gestellte Fragen
Wenn die Gebärmutterschleimhaut, die das Innere der Gebärmutter auskleidet und monatlich als Menstruationsblutung abgestoßen wird, beschädigt ist, verkleben die gegenüberliegenden Gebärmutterwände durch Narbengewebe fest miteinander.
Die häufigste Ursache ist eine unsanfte Ausschabung (Kürettage), die durchgeführt wird, um Blutungen nach einer Fehlgeburt oder Entbindung zu stoppen. Wenn die Schleimhaut während des Eingriffs zu tief abgekratzt wird, liegt die Muskelschicht frei, und beim Heilen verschmelzen die gegenüberliegenden Wände miteinander.
Ja. Wenn Adhäsionen die Gebärmutterhöhle (oder den Gebärmutterhals) blockieren, bleibt keine gesunde Schleimhaut übrig, die abgestoßen werden könnte. Daher kann eine Frau selbst bei normal funktionierenden Hormonen monatelang keine Periode haben oder nur Schmierblutungen bemerken.
Da die Innenwände der Gebärmutter miteinander verklebt sind, kann sich ein Embryo nicht einnisten, was direkt zu Unfruchtbarkeit führt. Selbst wenn er sich einnistet, führt der eingeschränkte Platz häufig zu wiederholten Fehlgeburten.
Auf einem normalen Ultraschall ist es nicht klar zu erkennen. Für eine eindeutige Diagnose ist ein Hysterosalpingogramm (HSG), bei dem Kontrastflüssigkeit in die Gebärmutter injiziert und eine Röntgenaufnahme gemacht wird, oder eine Hysteroskopie erforderlich, bei der eine Kamera direkt in die Gebärmutter eingeführt wird.
Medikamente können Verwachsungen nicht auflösen. Die Behandlung ist ein minimal-invasiver Eingriff namens Hysteroskopie. Unter Kamerakontrolle werden die Narbengewebe (Verwachsungen) im Inneren der Gebärmutter vorsichtig mit speziellen dünnen Scheren durchtrennt, um den Hohlraum zu öffnen. Anschließend wird ein Gel, eine Spirale oder ein Ballon in die Gebärmutter eingelegt, um ein erneutes Verkleben zu verhindern.
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