Allgemeine Informationen über Rachitis
Krankheitsdetails und Häufig Gestellte Fragen
Es ist eine Krankheit, bei der sich die Knochen nicht richtig bilden und teigig weich und schwach bleiben, weil Kalzium- und Phosphormineralien sich während der schnellen Wachstumsphase von Säuglingen und Kindern nicht in den neu bildenden Knochenenden einlagern können.
Die Hauptursache (Vitamin-D-Mangel) ist, dass das Baby nicht genug Sonnenlicht bekommt und die Muttermilch einen niedrigen Vitamin-D-Spiegel aufweist. Resorptionsstörungen im Darm oder genetische Nierenerkrankungen (Phosphatdiabetes) können diesen Zustand ebenfalls hervorrufen.
Wenn das Baby zu laufen beginnt, können die Beinknochen das Gewicht nicht tragen und biegen sich nach außen oder innen, wodurch eine 'O-Bein'- oder 'X-Bein'-Form entsteht. An den Handgelenken und Knien ist eine Knochenvergrößerung zu erkennen, und am Brustkorb ist eine perlenkettenartige Anordnung der Knochen sichtbar (rachitischer Rosenkranz).
Die Rückseite des Schädels des Babys gibt nach und federt zurück, als würde man auf einen Tischtennisball drücken (Kraniotabes), die Fontanelle schließt sich trotz vergehender Monate nicht und der Durchbruch der Zähne verzögert sich erheblich.
Die Diagnose erfolgt durch Röntgenaufnahmen, die die Beinverkrümmung zeigen (wobei die Knochenenden breit und wie ein Pinsel ausgefranst erscheinen), zusammen mit Blutuntersuchungen, die niedrige/hohe Werte von Vitamin D, Kalzium, Phosphor und dem ALP-Enzym anzeigen.
Eine durch Mangelernährung bedingte Rachitis heilt innerhalb weniger Monate vollständig aus und die Verkrümmungen werden korrigiert, indem hochdosierte Vitamin-D- und Kalziumpräparate in Form von Tropfen oder Ampullen verabreicht werden. Bei renalen/genetischen Formen sind spezifische Medikamente mit aktivem Vitamin D und Phosphor erforderlich.
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