Allgemeine Informationen über Gallenblasenpolypen
Krankheitsdetails und Häufig Gestellte Fragen
Es handelt sich um nicht bewegliche (mit der Wand verbundene) Erhebungen (Fleischstückchen), die von der Innenwand der Gallenblase ausgehen und meist an einem Stiel in den Hohlraum hineinragen.
Steine sind harte Gebilde, die frei in der Gallenblase schwimmen und rollen; sie können den Gang verstopfen und starke Schmerzen (Koliken) verursachen. Polypen hingegen haften am Fleisch (an der Wand) der Gallenblase. Sie verändern ihre Position nicht (sie sind fixiert), selbst wenn der Patient während des Ultraschalls bewegt wird, und sie verursachen in der Regel keinerlei Schmerzen.
Cholesterinpolyp (Pseudopolyp): Macht 90 % der Fälle aus. Er entsteht, wenn Cholesterin aus der Gallenflüssigkeit in die Wand einsickert und eine Schwellung verursacht. Sie sind kleiner als 10 mm und verwandeln sich NIEMALS in Krebs.
Adenompolyp (Echter Polyp): Er entsteht, wenn sich eine Gallenblasenzelle von selbst vermehrt und einen Tumor (Fleisch) bildet. Wenn sie 10 mm überschreiten und schnell wachsen, bergen sie ein sehr hohes Risiko, sich im Laufe der Zeit in Gallenblasenkrebs (Karzinom) zu verwandeln.
Meistens verursachen sie überhaupt keine Symptome und werden rein zufällig (als Überraschung) bei einem Ultraschall des Bauchraums gefunden, der aus einem anderen Grund durchgeführt wird. Nur selten, wenn der Polyp sehr nah am Eingang des Gallengangs liegt, kann er den Abfluss der Galle behindern und nach dem Essen Schmerzen im rechten Oberbauch oder Verdauungsstörungen verursachen.
Ist der Polyp kleiner als 5 Millimeter (5 mm), liegt das Krebsrisiko nahe null; er wird nur einmal im Jahr per Ultraschall kontrolliert, um zu sehen, ob er gewachsen ist. Liegt der Polyp zwischen 6 und 9 mm, wird der Arzt eine engmaschige Kontrolle (Ultraschall) alle 6 Monate anordnen.
Es gibt kein Medikament, das einen Polypen auflösen kann. Eine Operation ist ZWINGEND ERFORDERLICH, bevor er entartet, wenn folgende Situationen vorliegen:
- Die Größe des Polypen 10 Millimeter (1 cm) überschreitet,
- Er bei den Ultraschallkontrollen schnell wächst (z. B. um 2-3 mm in 6 Monaten),
- Der Polyp eine breite Basis hat (breitbasig/sitzend ist) oder wenn er dem Patienten in Verbindung mit einem Gallenstein Schmerzen bereitet.
Wie wird die Operation durchgeführt? Nicht nur der Polyp, sondern die GESAMTE Gallenblase wird chirurgisch entfernt (mittels laparoskopischer Cholezystektomie). Es ist technisch unmöglich und falsch, nur den Polypen aus dem Inneren der Gallenblase zu entfernen. Der Körper arbeitet auch ohne Gallenblase gesund weiter.
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