Allgemeine Informationen zur Zystitis
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es handelt sich um eine Entzündung und Irritation der Blasenschleimhaut (Mukosa), verursacht durch Bakterien, die über die Harnröhre aufsteigen. Im Volksmund wird sie allgemein als Harnwegsinfekt (HWI) bezeichnet.
Aufgrund der weiblichen Anatomie ist die Harnröhre (Urethra) deutlich kürzer (nur etwa 3-4 cm) als beim Mann und liegt in enger anatomischer Nachbarschaft zum Anus. Daher können Darmbakterien (insbesondere Escherichia coli) diese kurze Distanz leicht überwinden und in die Blase gelangen.
Das Leitsymptom ist ein scharfes, schneidendes Brennen beim Wasserlassen (Dysurie). Hinzu kommen ständiger und imperativer Harndrang (auch wenn nur wenige Tropfen entleert werden), krampfartige Schmerzen im Unterbauch, unangenehm riechender, trüber Urin und gelegentlich sichtbares Blut im Urin (Makrohämaturie).
Ja. Eine unkomplizierte, auf die Blase beschränkte Zystitis verursacht normalerweise kein hohes Fieber oder Flankenschmerzen. Bleibt die Erkrankung jedoch unbehandelt, können die Bakterien über die Harnleiter aufsteigen, das Nierengewebe befallen und eine schwere, krankenhauspflichtige Pyelonephritis (Nierenbeckenentzündung) auslösen.
Die Diagnose wird durch eine Urinuntersuchung und Urinkultur gesichert. Die Therapie besteht aus einer vom Arzt verordneten 3- bis 5-tägigen Einnahme gezielter oraler Antibiotika sowie schmerzlindernder Medikamente (Harnwegsanalgetika).
Prophylaxe: Täglich mindestens 2 bis 2,5 Liter Wasser trinken (Spüleffekt), den Urin nicht einhalten, die Blase zeitnah nach dem Geschlechtsverkehr entleeren und die Toilettenhygiene strikt von vorne nach hinten durchführen.
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