Allgemeine Informationen zur Skoliose
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es handelt sich um eine Erkrankung, bei der die Wirbelsäule, die von vorne oder hinten betrachtet eine vollkommen gerade Säule bilden sollte, sich um mehr als 10 Grad zur Seite neigt und sich (wie eine Spirale) um die eigene Achse dreht (Torsion).
Das Tragen einer schweren Schultasche oder eine gebückte Sitzhaltung verursachen keine Skoliose. Die häufigste Form ist die idiopathische Skoliose (ohne bekannte Ursache), die sich im Wachstumsalter aufgrund genetischer Prädisposition spontan entwickelt. Angeborene Knochenanomalien oder Muskelerkrankungen können ebenfalls Ursachen sein.
Wenn sich das Kind nach vorne beugt, bleibt eine Seite des Rückens (Schulterblatt oder Rippen) höher (Rippenbuckel) als die andere. Eine Schulterasymmetrie, ungleich hohe Hüften und schief sitzende Kleidung am Körper sind die deutlichsten klinischen Anzeichen.
Eine im Kindes- und Jugendalter auftretende Skoliose verursacht in der Regel keine Schmerzen. Aus diesem Grund wird sie von den Eltern oft erst sehr spät bemerkt. Schmerzen treten meist erst im Erwachsenenalter aufgrund des Gelenkverschleißes durch die Fehlbelastung auf.
Es wird im Stehen eine spezielle Ganzwirbelsäulen-Röntgenaufnahme (Skoliose-Röntgen) angefertigt. Der Arzt bestimmt am Computer die Start- und Endpunkte der Krümmung, um den genauen Grad, den sogenannten Cobb-Winkel, zu messen.
Krümmungen zwischen 10 und 25 Grad werden mit spezifischer Physiotherapie (nach Schroth) kontrolliert. Bei 25 bis 40 Grad wird (solange das Kind noch wächst) ein spezielles Skoliose-Korsett verordnet, um das Fortschreiten zu stoppen. Bei rasch fortschreitenden Verkrümmungen von über 45-50 Grad wird die Wirbelsäule operativ durch die Orthopädie oder Neurochirurgie mittels Titan-Schrauben/Stab-Systemen korrigiert (Spondylodese).
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