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Çakırtepe Hastanesi
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Spinalkanalstenose

Diagnose, Symptomatik und therapeutische Verfahren.

Allgemeine Informationen zur Spinalkanalstenose

Die Spinalkanalstenose (Wirbelkanalverengung) ist eine degenerative Erkrankung, bei der sich der knöcherne Kanal, durch den das Rückenmark und die Nervenwurzeln verlaufen, aufgrund von Alterungsprozessen, Arthrose (Verschleiß) oder einer Verdickung der Bänder pathologisch verengt und die Nerven massiv einklemmt. Typisch ist die sogenannte neurogene Claudicatio: ausstrahlende Schmerzen, Krämpfe und Taubheitsgefühle in den Beinen, die beim Gehen auftreten und sich beim Vornüberbeugen schlagartig bessern. In unserer Abteilung für Neurochirurgie erfolgt die Behandlung je nach Schweregrad durch konservative Physiotherapie, epidurale Injektionen oder durch die mikrochirurgische Dekompression (Laminektomie zur Erweiterung des Kanals).

Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen

Detaillierte klinische Informationen zur Pathologie finden Sie unter den folgenden Rubriken.
Was ist eine Spinalkanalstenose?

Es handelt sich um die fortschreitende Verengung des knöchernen Tunnels (Spinalkanal), der von der Halswirbelsäule bis zum Steißbein verläuft, wodurch die darin befindlichen Rückenmarksnerven durch arthrotischen Verschleiß stranguliert (abgedrückt) werden.

Was ist die Ätiologie?

Die Erkrankung betrifft überwiegend Personen über 50 Jahre und ist eine direkte Folge der altersbedingten Degeneration (Verschleiß) der Wirbelsäule. Die pathologische Verdickung der gelben Bänder (Ligamentum flavum), Bandscheibenvorfälle sowie die Bildung von knöchernen Auswüchsen (Osteophyten) verengen den Kanaldurchmesser massiv.

Wie unterscheidet sie sich von einem Bandscheibenvorfall?

Bei einem lumbalen Bandscheibenvorfall drückt lokal ausgetretene Knorpelmasse auf eine einzelne Nervenwurzel, was typischerweise nur in einem Bein Schmerzen verursacht. Bei der Spinalkanalstenose ist der gesamte Tunnelquerschnitt verengt; dies führt in der Regel zu generalisierten Schmerzen, einem Schwäche- und 'Abreiß'-Gefühl in beiden Beinen gleichzeitig.

Was ist die neurogene Claudicatio (Einschränkung der Gehstrecke)?

Dies ist das absolute Leitsymptom der Erkrankung (umgangssprachlich 'Schaufensterkrankheit' der Nerven). Im Ruhezustand ist der Patient oft schmerzfrei. Beginnt er jedoch zu gehen oder länger zu stehen, nehmen Taubheitsgefühle, Krämpfe und Schmerzen in den Beinen drastisch zu. Bleibt der Patient stehen und beugt sich nach vorne oder setzt sich hin (ähnlich wie beim Aufstützen auf einen Einkaufswagen), weitet sich der Spinalkanal mechanisch auf und der Schmerz verschwindet augenblicklich.

Wie wird die Diagnose gestellt?

Die klassische klinische Anamnese des Patienten ist richtungsweisend für die Diagnose. Um objektiv und auf den Millimeter genau zu messen, wie stark sich der Durchmesser des Kanals verringert hat und in welchem Ausmaß Knochen und Bänder auf das Nervengewebe drücken, wird eine Magnetresonanztomographie (MRT) der Wirbelsäule durchgeführt.

Ist eine Operation zwingend erforderlich?

Bei leichten bis mittleren Verengungen bringen konservative Maßnahmen wie stützende Korsetts, zielgerichtete Physiotherapie und röntgengesteuerte epidurale Kortison-/Radiofrequenzinjektionen an die Nervenwurzeln erhebliche Linderung. Im fortgeschrittenen Stadium, wenn die schmerzfreie Gehstrecke dramatisch (z.B. auf unter 50 Meter) sinkt, ist ein neurochirurgischer Eingriff unumgänglich. Mittels Mikrochirurgie wird das knöcherne Dach des Wirbelkanals abgefräst (Laminektomie/Dekompression), um die eingeklemmten Nerven dauerhaft zu befreien.

Die Inhalte unserer Gesundheitsbibliothek dienen nur zu Informationszwecken und basieren auf wissenschaftlichen Daten zum Zeitpunkt der Aufzeichnung. Bei Fragen, Bedenken, Diagnosen oder Behandlungen bezüglich Ihrer Gesundheit wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder eine Gesundheitseinrichtung.


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