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Çakırtepe Hastanesi
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Trigeminusneuralgie

Diagnose, Symptome und Behandlungsmethoden.

Allgemeine Informationen über Trigeminusneuralgie

Die Trigeminusneuralgie ist eines der schwersten neuropathischen Schmerzsyndrome in der Geschichte der Medizin. Sie entsteht durch eine Schädigung des fünften Hirnnervs (Nervus trigeminus), meist bedingt durch einen Gefäß-Nerven-Kontakt. Sie ist durch plötzlich einschießende, blitzartige oder stromstoßähnliche Schmerzen im Gesicht gekennzeichnet. Sie wird in unseren Kliniken für Neurologie und Neurochirurgie mit Antiepileptika oder durch mikrovaskuläre Dekompressionsoperationen (MVD) behandelt.

Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen

Detaillierte Informationen zur Erkrankung finden Sie unter den folgenden Rubriken.
Was ist eine Trigeminusneuralgie?

Es handelt sich um plötzlich einschießende, unerträgliche Stromstoß- und blitzartige Schmerzattacken im Gesicht, die durch eine Abnutzung der Hülle des Nervus trigeminus verursacht werden, der für das Gefühl in drei Gesichtsbereichen (Stirn, Wange, Kiefer) zuständig ist (Kurzschluss).

Wie ist der Schmerz? Was ist der Unterschied zu Zahnschmerzen?

Er ist NICHT anhaltend, stumpf und pochend wie normale Kopf- oder Zahnschmerzen. Die Attacke dauert Sekunden (oder maximal 1-2 Minuten), aber in diesem Moment zuckt die Person hoch, als hätte sie den Finger in eine Steckdose gesteckt, hält ihr Gesicht und schreit. Patienten glauben meist, der Schmerz komme von einem kranken Zahn, und lassen sich fälschlicherweise 3-4 gesunde Zähne ziehen, doch der Schmerz verschwindet nie.

Triggerpunkte (Was löst den Schmerz aus)?

Das Schrecklichste an dieser Krankheit ist, dass selbst die harmlosesten Berührungen eine Attacke auslösen können. Das Gesicht waschen, Rasieren, Zähneputzen, Essen, Sprechen, Lachen, Schminken oder sogar ein leichter Windhauch (Klimaanlage) im Gesicht reichen aus, um diesen elektrischen Schalter umzulegen (die Attacke auszulösen).

Was sind die Ursachen? Was ist eine Gefäßkompression?

In den meisten Fällen ist die Ursache eine mikrovaskuläre Kompression (Gefäß-Nerven-Kontakt). Eine normale Arterie im Gehirn verlängert/windet sich mit dem Alter und beginnt genau über dem Nervus trigeminus zu verlaufen. Das Pulsieren der Arterie bei jedem Herzschlag trägt die Schutzhülle des Nervs ab. Der freiliegende Nerv leitet jede Berührung im Gesicht als „gigantischen Schmerz“ an das Gehirn weiter (Kurzschluss).

Wie wird es diagnostiziert? Ist ein Schädel-MRT zwingend erforderlich?

Die Diagnose basiert ausschließlich auf der vom Patienten geschilderten Vorgeschichte dieser „blitzartigen“ Schmerzen. Der Neurologe stellt die Diagnose zu 100 % klinisch. Um jedoch zu sehen, ob ein Gefäß auf die Nervenwurzel drückt oder ob ein Hirntumor/MS-Plaques den Nerv komprimieren, muss unbedingt ein hochauflösendes Schädel-MRT mit Kontrastmittel durchgeführt werden.

Wie wird es behandelt? Was ist eine MVD-Operation?

Dieser Schmerz verschwindet NIEMALS mit herkömmlichen Schmerzmitteln (Paracetamol, Morphin etc.). Die Basis der Therapie (und ein diagnostischer Test) ist Carbamazepin, ein Epilepsiemedikament. Wenn die Medikamente ihre Wirkung verlieren, ist der Goldstandard die Operation (Mikrovaskuläre Dekompression - MVD). Der Neurochirurg öffnet ein kleines Fenster hinter dem Ohr, findet das Gefäß, das den Nerv komprimiert, und trennt es vom Nerv. Dazwischen legt er ein Teflon-Polster (Schwämmchen). Sofort nach dem Aufwachen ist der Patient dauerhaft von diesen Stromstößen befreit.

Die Inhalte unserer Gesundheitsbibliothek dienen nur zu Informationszwecken und basieren auf wissenschaftlichen Daten zum Zeitpunkt der Aufzeichnung. Bei Fragen, Bedenken, Diagnosen oder Behandlungen bezüglich Ihrer Gesundheit wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder eine Gesundheitseinrichtung.


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