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Çakırtepe Hastanesi
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Von-Willebrand-Syndrom (vWS)

Diagnose, Symptome und Behandlungsmethoden.

Allgemeine Informationen zur Von-Willebrand-Krankheit

Die Von-Willebrand-Krankheit ist die häufigste angeborene Blutungsstörung, die durch eine genetisch bedingte Unterproduktion oder einen Defekt des Von-Willebrand-Faktors (vWF) gekennzeichnet ist, der die Blutgerinnung bewirkt. Sie geht mit unerklärlichem Nasenbluten und übermäßiger Neigung zu Blutergüssen einher. In unseren hämatologischen Abteilungen wird sie mit blutungshemmenden Medikamenten (Desmopressin) und Faktorkonzentraten behandelt.

Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen

Detaillierte Informationen zur Erkrankung finden Sie unter den folgenden Rubriken.
Was ist das Von-Willebrand-Syndrom?

Es handelt sich um eine angeborene Blutungsstörung, die durch einen angeborenen Mangel oder einen Defekt des 'Von-Willebrand'-Proteins verursacht wird, das die Blutgerinnung ermöglicht und den Blutplättchen (Thrombozyten) hilft, an der verletzten Gefäßoberfläche zu haften.

Was ist der Unterschied zur Hämophilie (Bluterkrankheit)?

Hämophilie tritt häufiger bei Männern auf und verursacht tiefe und schwere Blutungen in Gelenke/Muskeln. Das Von-Willebrand-Syndrom hingegen ist die weltweit häufigste Blutungsstörung, die bei Frauen und Männern gleichermaßen auftritt; Blutungen treten hierbei vorwiegend an den Schleimhäuten (Nase, Zahnfleisch, Gebärmutter) und auf der Haut auf.

Was sind die Symptome?

Häufiges und schwer zu stillendes Nasenbluten, langanhaltendes Zahnfleischbluten beim Zähneputzen, große blaue Flecken auf der Haut selbst bei einem kleinen Stoß sowie kleine Schnittwunden (Rasieren, Papierschnitte), die stundenlang bluten.

Warum ist es für Frauen schwieriger?

Die Krankheit führt insbesondere bei Frauen zu einer schweren Blutarmut (Anämie) und einer verminderten Lebensqualität aufgrund der monatlich auftretenden, extrem starken und länger als 7 Tage andauernden Menstruationsblutungen (Menorrhagie).

Wie wird sie diagnostiziert?

Ein einfaches Blutbild (Hämogramm) ist oft völlig unauffällig und die Krankheit bleibt verborgen. Im Verdachtsfall stellt ein Facharzt für Hämatologie die endgültige Diagnose, indem er das Von-Willebrand-Faktor-Antigen (vWF:Ag) und die Faktoraktivität im Blut misst.

Wie wird sie behandelt?

In leichten Fällen ist keine tägliche Behandlung erforderlich; es wird lediglich vor kleineren Operationen oder Zahnextraktionen ein blutstillendes Medikament (Tranexamsäure etc.) eingenommen. In ausgeprägteren Fällen kann Desmopressin (DDAVP) als Nasenspray oder intravenös verabreicht werden. Bei sehr schweren Formen wird direkt ein Faktorkonzentrat (Serum) verabreicht.

Die Inhalte unserer Gesundheitsbibliothek dienen nur zu Informationszwecken und basieren auf wissenschaftlichen Daten zum Zeitpunkt der Aufzeichnung. Bei Fragen, Bedenken, Diagnosen oder Behandlungen bezüglich Ihrer Gesundheit wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder eine Gesundheitseinrichtung.


In diesem Bereich finden Sie alle Informationen zu Ihrer Behandlung und Ihrem Krankenhausaufenthalt.

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