Allgemeine Informationen zur Makroglobulinämie Waldenström
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Dabei werden antikörperproduzierende weiße Blutkörperchen (plasmazelluläre Lymphozyten), die sich im Knochenmark befinden, zu Krebs, vermehren sich unkontrolliert und pumpen eine übermäßige Menge eines sehr großen Proteins namens „IgM-Antikörper“ (Makroglobulin) ins Blut.
Ja, es ist ein Blutkrebs. Es wird jedoch nicht als aggressive Leukämie angesehen, sondern als eine sehr langsam fortschreitende (indolente) Art von Non-Hodgkin-Lymphom (Lymphoplasmozytisches Lymphom).
IgM ist das größte Antikörpermolekül im Körper. Wenn Krebszellen zu viel davon ins Blut absondern, verschlechtert sich die Konsistenz des Blutes; anstatt wie Wasser zu fließen, wird das Blut dick und klebrig wie Honig oder Sirup.
Dickes Blut kann die Kapillaren nicht passieren. Diese Situation führt zu Kopfschmerzen, Schwindel, verschwommenem Sehen oder Sehverlust sowie unstillbarem, schwerem Nasen-/Zahnfleischbluten. Es wird auch von einer Vergrößerung der Lymphknoten, der Milz und der Leber sowie von chronischer Müdigkeit begleitet.
Der erste Schritt der Diagnose erfolgt durch den Nachweis extrem hoher IgM-Werte in einer Blutuntersuchung (Proteinelektrophorese). Die endgültige Diagnose wird durch die Identifizierung der MYD88-Genmutation und einer aus dem Becken entnommenen Knochenmarkbiopsie gestellt.
Hat der Patient keine Beschwerden, kann er auch jahrelang ohne Behandlung nur überwacht werden. Ist das Blut zu dickflüssig geworden, wird der Patient dringend an ein Plasmapherese-Gerät angeschlossen, und diese dicken Proteine im Blut des Patienten werden herausgefiltert und gereinigt (das Blut wird verdünnt). In der Langzeitbehandlung werden Chemotherapie und intelligente Medikamente (Biologische Präparate) eingesetzt, die Krebszellen zerstören.
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