Allgemeine Informationen zur Mythomanie
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es ist der Zustand, in dem ein Individuum chronisch und in außergewöhnlichem Maße Lügen erfindet, rein aus einem inneren Impuls heraus, ohne einen äußeren Nutzen (wie Geld, Status oder die Vermeidung von Strafe) zu erwarten.
Eine gewöhnliche Lüge wird erzählt, um sich einen Vorteil zu verschaffen oder einen Fehler zu vertuschen. Bei mythomanischen Lügen gibt es weder Logik noch Eigeninteresse. Der Patient erfindet einfach unglaubliche Geschichten, um Aufmerksamkeit zu erregen und als Held/Opfer zu erscheinen.
Ja, das ist der dramatischste Aspekt der Krankheit. Obwohl sie sich anfangs bewusst sein mögen, dass es sich um eine Lüge handelt, wird das Gehirn im Laufe der Zeit unfähig, zwischen Fakten und Fiktion zu unterscheiden, und die Person ist von den fantastischen Geschichten, die sie erfunden hat, selbst überzeugt.
Sie begleitet oft Persönlichkeitsstörungen wie narzisstische oder Borderline-Persönlichkeitsstörungen. Emotionale Vernachlässigung in der Kindheit, schwere Traumata und ein extrem geringes Selbstwertgefühl veranlassen das Gehirn, Lügen als 'Verteidigungsmechanismus' zu produzieren.
Die Diagnose wird durch eine psychiatrische Untersuchung gestellt, basierend auf einem ausführlichen klinischen Gespräch durch einen Psychiater und Informationen aus dem näheren Umfeld des Patienten (bezüglich wiederkehrender fiktiver Lügen).
Patienten geben in der Regel nicht zu, dass sie krank sind (sie vermeiden die Konfrontation). Die kognitive Verhaltenstherapie (KVT), die mit einem Psychologen durchgeführt wird, der ein Vertrauensverhältnis aufbauen kann, ist die primäre Lösung. Liegt eine zugrunde liegende Depression oder Angststörung vor, unterstützt eine medikamentöse Behandlung den Prozess.
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