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Çakırtepe Hastanesi
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Zellweger-Syndrom

Diagnose, Symptome und Behandlungsmethoden.

Allgemeine Informationen zum Zellweger-Syndrom

Das Zellweger-Syndrom (Zerebrohepatorenales Syndrom) ist eine schwere angeborene Stoffwechselerkrankung, bei der sich die als Peroxisomen bekannten Zellorganellen aufgrund einer pathogenen Genmutation gar nicht erst bilden oder massiv funktionsgestört sind. Bei Neugeborenen äußert es sich durch ausgeprägte Muskelhypotonie (Muskelschwäche), Leberversagen und schwere neurologische Entwicklungsstörungen. In unseren Abteilungen für pädiatrische Neurologie werden umfassende palliative Pflege- und Unterstützungsmaßnahmen zur Linderung der schweren Komplikationen der Krankheit durchgeführt.

Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen

Detaillierte Informationen zur Erkrankung finden Sie unter den folgenden Rubriken.
Was ist das Zellweger-Syndrom?

Es handelt sich um eine tödliche Stoffwechselerkrankung aus dem Spektrum der Peroxisomenbiogenesedefekte. Aufgrund eines genetischen Fehlers bilden sich winzige Organellen namens „Peroxisomen“, die für die Abfallbeseitigung und den Fettstoffwechsel in den Zellen zuständig sind, überhaupt nicht. Infolgedessen wird der Körper durch seine eigenen, sich ansammelnden toxischen Abfallprodukte vergiftet.

Wie wird es vererbt?

Es wird autosomal-rezessiv vererbt. Das bedeutet: Wenn sowohl Mutter als auch Vater Träger dieses defekten PEX-Gens sind, besteht bei jeder Schwangerschaft eine Wahrscheinlichkeit von 25 %, dass das Baby mit diesem Syndrom geboren wird.

Was sind die Symptome bei Babys?

Unmittelbar nach der Geburt zeigen die Neugeborenen eine sehr starke Muskelerschlaffung (Hypotonie/Floppy-Infant-Syndrom), Fütterungsschwierigkeiten (Fehlen des Saugreflexes), charakteristische Gesichtszüge (hohe Stirn, flache Nasenwurzel) sowie Seh- und Hörverlust.

Wie schädigt es die Organe?

Da zelluläre Abfallprodukte nicht abgebaut werden können, kommt es zu einer Lebervergrößerung (Hepatomegalie), Gelbsucht und im Frühstadium zu Leberzirrhose. Gleichzeitig ist im Gehirn die Myelinbildung (Nervenscheide) gestört, was zu schweren epileptischen Anfällen (Krämpfen) und massiven Entwicklungsverzögerungen führt.

Wie wird es diagnostiziert?

Die Grundlage der Diagnose ist der Nachweis von extrem stark erhöhten Werten überlangkettiger Fettsäuren (VLCFA) in Bluttests. Die endgültige molekulargenetische Diagnose wird durch den Nachweis einer Mutation in den PEX-Genen gestellt.

Gibt es eine Behandlung?

Es gibt keine genetische Heilung für diese Krankheit und der Verlauf ist sehr schwer. Die meisten Babys versterben im ersten Lebensjahr an Atemversagen oder Leberversagen. Die Behandlung besteht ausschließlich aus unterstützenden (palliativen) Ansätzen (wie krampflösenden Medikamenten und einer Magensonde), die darauf abzielen, dem Patienten das Leben so angenehm wie möglich zu machen.

Die Inhalte unserer Gesundheitsbibliothek dienen nur zu Informationszwecken und basieren auf wissenschaftlichen Daten zum Zeitpunkt der Aufzeichnung. Bei Fragen, Bedenken, Diagnosen oder Behandlungen bezüglich Ihrer Gesundheit wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder eine Gesundheitseinrichtung.


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