Über die Behandlungsmethode
Reinigung der Lungenkanäle
Der Patient wird unter Operationsbedingungen in den Schlaf versetzt. Mit einem Bronchoskop geht man in die Hauptatemwege (Bronchien) hinab. Ein spezieller, robuster netzartiger Ballon wird an das Ende des Bronchus vorgeschoben, der mit einer schleimproduzierenden Schicht überzogen und verstopft ist, und dort aufgeblasen. Wenn der Ballon zurückgezogen wird, streift und schabt er diese erkrankte und schaumige Schleimhautschicht ab und öffnet alle blockierten Wege.
Die durch die COPD-Krankheit verursachte Zerstörung (Emphysem) im Lungengewebe ist dauerhaft, und der Ballon macht diesen Zustand nicht rückgängig. Ziel der Ballontherapie ist die mechanische Öffnung der verstopften Atemwege. Nach dem Eingriff leidet der Patient weiterhin an COPD, aber da der Schleim gelöst und die Kanäle geöffnet sind, steigt die Belastungskapazität (Gehen, Treppensteigen) des Patienten enorm an und die Abhängigkeit vom Sauerstoffgerät nimmt ab.
Wenn der Patient nach dem Eingriff weiter raucht, verstopfen die Kanäle schnell wieder. Bei vollständiger Raucherentwöhnung und Fortsetzung der COPD-Medikamente (Sprays/Inhalatoren) kann die erfrischende Wirkung der Ballonschabung Monate oder Jahre anhalten.
Die Informationen auf dieser Seite dienen als allgemeine Gesundheitsempfehlungen. Bitte konsultieren Sie Fachärzte für personalisierte Behandlungen oder Ratschläge.



