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Warnsignale im Muskel- und Skelettsystem
Bei der spastischen Form der Zerebralparese bleiben die Muskeln ständig und unwillkürlich angespannt (kontrahiert). Da sich die Achillessehne an der Rückseite des Beins verkürzt, kann das Kind seine Ferse nicht auf den Boden aufsetzen und versucht ständig, auf den Zehenspitzen zu gehen. Dieser Zustand stört die spätere Knochenentwicklung.
Unausgeglichene Zugkräfte in den Muskeln führen dazu, dass der Oberschenkelkopf nach außen aus der Hüftpfanne rutscht. Dies ist ein schleichender Prozess und von außen möglicherweise nicht sofort erkennbar. Schwierigkeiten des Kindes, die Beine zu spreizen (Widerstand beim Windelwechseln), sind das wichtigste Signal; regelmäßige Röntgenaufnahmen der Hüfte sind zwingend erforderlich.
Angespannte Muskeln verkürzen sich mit der Zeit und verlieren ihre Elastizität. Infolgedessen können Knie, Ellbogen oder Handgelenke nicht mehr vollständig gestreckt werden und bleiben in einer gebeugten Position verharrt. Diese Versteifungen müssen durch Physiotherapie oder Operationen (Sehnenverlängerung) gelöst werden.
Asymmetrische Stärke und Schwäche in der Rücken- und Lendenmuskulatur stören das Sitzgleichgewicht des Kindes und führen zur Entwicklung einer seitlichen Verkrümmung (Skoliose) oder eines übermäßigen Rundrückens (Kyphose) der Wirbelsäule. Eine schwere Skoliose kann Druck auf innere Organe (die Lunge) ausüben.
Aufgrund der Spastik dreht das Kind beim Gehen die Füße nach innen (Scherengang) oder die Fußsohle wird komplett flach (Plattfuß/Pes planus) und deformiert. Dieser Zustand macht ein Gehen im Gleichgewicht unmöglich und erfordert spezielle orthopädische Schuhe und Orthesen.
Die Informationen auf dieser Seite dienen als allgemeine Gesundheitsempfehlungen. Bitte konsultieren Sie Fachärzte für personalisierte Behandlungen oder Ratschläge.



