Über die Behandlungsmethode
Schlauchmagen in der Adipositaschirurgie
Die Operation dauert in Vollnarkose mit der geschlossenen (laparoskopischen) Methode im Durchschnitt 45 Minuten bis 1,5 Stunden. An Ihrem Bauch werden lediglich 4 oder 5 millimetergroße (jeweils ca. 1 cm) Löcher gemacht. Wenn sie verheilt sind, sind diese Narben fast nicht mehr zu sehen.
Die wichtigste Eigenschaft des großen Teils des Magens (Fundus), der weggeschnitten und entfernt wird, ist, dass er 80 % des Hormons Ghrelin produziert, welches das Gehirn anregt und das Signal "Ich habe Hunger" auslöst. Fällt dieser Teil weg, verspürt der operierte Patient physiologisch auf hormoneller Basis (neben der mechanischen Verkleinerung) eine starke Sättigung und Appetitlosigkeit.
Ein Schlauchmagen ist kein Zauberstab, sondern ein hervorragendes "Werkzeug". Wenn der Patient nach der Operation die Betreuung durch den Ernährungsberater abbricht, ständig kalorienreiche Flüssigkeiten und leicht schmelzende Kohlenhydrate (Schokolade, Eis, Alkohol) konsumiert und seinen Magen dehnt, kann er innerhalb von 3-5 Jahren einen Teil oder die Gesamtheit des abgenommenen Gewichts wieder zunehmen.
Die lange Schnittlinie des Magens wird mit chirurgischen Klammern (Staplern) genäht. Ein Austreten von Flüssigkeit aus dieser Nahtlinie in den Bauchraum (Leckage) in den ersten Wochen ist die am meisten gefürchtete Komplikation (1-2 % Risiko). Aus diesem Grund werden Patienten nach der Operation einem speziellen "Leckage-Test" (Schluckprüfung) unterzogen und in den ersten Wochen schrittweise nur mit klaren Flüssigkeiten und Pürees ernährt.
Die Informationen auf dieser Seite dienen als allgemeine Gesundheitsempfehlungen. Bitte konsultieren Sie Fachärzte für personalisierte Behandlungen oder Ratschläge.



