Über die Behandlungsmethode
Kompartmentsyndrom und Notfallchirurgie
Muskeln befinden sich in unelastischen Hüllen, die Faszien genannt werden. Wenn es im Inneren zu Blutungen oder Ödemen kommt, steigt der Druck und stoppt den Blutfluss durch das Abdrücken der Arterien. Wenn nicht innerhalb von Stunden eingegriffen wird und diese Hülle nicht der Länge nach durchtrennt wird, stirbt das Nerven- und Muskelgewebe dauerhaft ab, und eine Amputation (Abschneiden des Arms/Beins) wird unumgänglich.
Nein. Bei der Fasziotomie-Operation werden lange Schnitte der Länge nach in die Haut und die Muskelmembran gesetzt, und diese Wunden bleiben tagelang "offen", damit die Muskeln nach außen treten und ihre Schwellung abbauen können. Die Wunde wird mit speziellen Verbänden oder Vakuum-(VAC)-Systemen geschützt.
Nachdem sich der Druck normalisiert hat und das Ödem in den Muskeln vollständig abgeklungen ist (normalerweise innerhalb von 3 bis 7 Tagen), werden die offen gelassenen Hautränder nach und nach angenähert und vernäht. Ist die Öffnung zu groß und die Haut lässt sich nicht zusammenfügen, wird die Wunde mit einem dünnen Hautflicken (Transplantat) verschlossen, der von einer anderen Körperstelle (z. B. vom Oberschenkel) entnommen wurde.
Die Informationen auf dieser Seite dienen als allgemeine Gesundheitsempfehlungen. Bitte konsultieren Sie Fachärzte für personalisierte Behandlungen oder Ratschläge.