Über die Behandlungsmethode
Operationsentscheidung und kindliche Entwicklung
Wenn beim Kind sowohl die Gaumenmandeln sehr groß/chronisch entzündet sind als auch die Rachenmandel die Atemwege blockiert, werden beide Eingriffe (Adenotonsillektomie) in derselben Sitzung in etwa 30 Minuten gemeinsam durchgeführt, damit das Kind nur einmal eine Narkose erhält. Ist das Problem jedoch nur die Rachenmandel, bleiben die Gaumenmandeln unberührt.
Die Rachenmandel ist ein nicht gekapseltes, schwammartiges Lymphgewebe und wird durch Ausschaben entfernt. Obwohl sehr selten, besteht insbesondere bei Kindern, die sehr früh (z. B. unter 2-3 Jahren) operiert wurden und eine starke allergische Vorbelastung haben, eine geringe Wahrscheinlichkeit, dass die verbleibenden mikroskopischen Gewebe wieder nachwachsen (Rezidiv).
Wenn die Rachenmandel (Polyp) zu groß wird, verschließt sie die Öffnung der "Eustachischen Röhre", die das Mittelohr mit dem Nasenrachen verbindet und das Ohr belüftet. In dem luftleeren Mittelohr beginnt sich Flüssigkeit (Erguss) anzusammeln, und das Kind beginnt, den Fernseher sehr laut zu stellen und nicht mehr zu hören, wenn es gerufen wird. Während der Operation werden in der Regel kleine Röhrchen (Paukenröhrchen) ins Ohr gesetzt, die angesammelte Flüssigkeit abgeleitet und das Gehör verbessert sich augenblicklich.
Operationen, bei denen nur die Rachenmandeln (Polypen) entfernt werden (wenn die Gaumenmandeln nicht entfernt wurden), sind äußerst schmerzarme und einfache Eingriffe. Es gibt keinen Schnitt in die Haut; es wird durch den Mund gemacht. Die Kinder werden meist noch am Tag der Operation entlassen und setzen am nächsten Tag fröhlich ihr normales Leben (und ihre Ernährung) fort.
Die Informationen auf dieser Seite dienen als allgemeine Gesundheitsempfehlungen. Bitte konsultieren Sie Fachärzte für personalisierte Behandlungen oder Ratschläge.