Über die Behandlungsmethode
Hoffnungsvolle Behandlung bei Krebserkrankungen im fortgeschrittenen Stadium
Krebszellen sind weitaus empfindlicher und anfälliger für Hitze als gesunde Zellen. Eine Temperatur von 42-43 Grad beginnt einerseits, die Krebszellen für sich allein abzutöten, und sorgt andererseits dafür, dass das verabreichte Chemotherapeutikum viel tiefer und schneller in den Tumor eindringt. Verglichen mit einem intravenös verabreichten Medikament ist seine Wirkung regional um ein Vielfaches höher.
Da das intravenös verabreichte Chemotherapeutikum durch den gesamten Körper zirkuliert, muss die Dosis (aufgrund der Nebenwirkungen) zwangsläufig begrenzt gehalten werden. Da das Bauchfell ein Bereich mit schwacher Durchblutung ist, kann das intravenös verabreichte Medikament diesen Bereich nicht vollständig erreichen. Bei HIPEC hingegen kommt das Medikament direkt mit dem Ziel (im Bauchraum) in Kontakt und da es sich nur sehr wenig mit dem Blut vermischt, treten systemische Nebenwirkungen wie Haarausfall und Übelkeit seltener auf.
Aufgrund des Prozesses der schrittweisen Entfernung von Krebs an allen Organen und der anschließenden 1-2-stündigen heißen Spülung sind diese Operationen relativ große (hochriskante) Eingriffe, die in der Regel 6 bis 12 Stunden dauern. Sie müssen unbedingt in onkologisch-chirurgischen Zentren durchgeführt werden, die in diesem Bereich sehr erfahren sind.
Früher wurden Krebserkrankungen, die sich in die Bauchhöhle ausgebreitet hatten (Peritonealkarzinose), als "unheilbar" angesehen. Mit HIPEC können die Überlebenszeiten bei gut ausgewählten Patienten jedoch um Jahre verlängert werden, und bei einigen Patienten kann sogar die vollständige Beseitigung der Krankheit (Heilung) erreicht werden.
Die Informationen auf dieser Seite dienen als allgemeine Gesundheitsempfehlungen. Bitte konsultieren Sie Fachärzte für personalisierte Behandlungen oder Ratschläge.