Über die Behandlungsmethode
Das Immunsystem aufwecken
Die Chemotherapie verabreicht den Zellen selbst direkt ein chemisches Gift (und tötet auch andere gesunde Zellen wie Haare ab). Die Immuntherapie hingegen wirkt nicht auf die Krebszelle, sondern auf Ihr Immunsystem und befähigt es zum Kampf. Aus diesem Grund treten klassische Nebenwirkungen der Chemotherapie wie Haarausfall, schwere Übelkeit oder der Zusammenbruch des Blutbildes bei der Immuntherapie nicht auf.
Insbesondere beim malignen Melanom (Hautkrebs), beim nicht-kleinzelligen Lungenkrebs, bei Nieren- und Blasenkrebs hat sie geradezu wundersame, sehr langfristige (sogar vollständig kurative) Überlebenserfolge gezeigt. Täglich erhält sie die Zulassung für neue Krebsarten.
Obwohl es keine klassischen Nebenwirkungen gibt, kann die Immunarmee, da das Immunsystem auf Hochtouren arbeitet, in seltenen Fällen den eigenen Körper (Lunge, Schilddrüse oder Darm) angreifen und Autoimmunentzündungen (Pneumonitis, Kolitis) verursachen. Diese Nebenwirkungen werden mit Medikamenten wie Cortison unter Kontrolle gehalten.
Leider funktioniert sie nicht bei jedem Patienten. Um zu verstehen, ob eine Immuntherapie wirkt, werden Gen-/Proteintests wie "PD-L1, MSI" an dem aus dem Tumorgewebe entnommenen Stück durchgeführt, um die strukturelle Kompatibilität des Tumors zu messen. Bei Patienten, die die entsprechenden Zielstrukturen (Targets) aufweisen, werden enorme Reaktionen (Responses) erzielt.
Die Informationen auf dieser Seite dienen als allgemeine Gesundheitsempfehlungen. Bitte konsultieren Sie Fachärzte für personalisierte Behandlungen oder Ratschläge.