Über die Behandlungsmethode
Kortisonanwendung und Management von Nebenwirkungen
Kortisonmedikamente bewirken, dass die Nieren Natrium (Salz) zurückhalten. Da Salz auch Wasser im Körper bindet, kommt es bei der Person zu einer durch "Ödeme" verursachten Schwellung (insbesondere das Aussehen eines "Vollmondgesichts"). Darüber hinaus isst der Patient mehr, weil es den Appetit stark anregt. Aus diesem Grund ist es bei der Einnahme von Kortison zwingend erforderlich, eine "salzfreie, zuckerfreie und kohlenhydratfreie" Diät einzuhalten.
Ja, in sehr hohen Dosen und bei monatelanger (langfristiger) Einnahme kann es die Kalziumaufnahme in den Knochen stören und zu Osteoporose (Knochenschwund) führen. Da Ärzte dieses Risiko kennen, verabreichen sie Patienten, die über einen längeren Zeitraum Kortison einnehmen, in der Regel Kalzium- und Vitamin-D-Präparate.
Wird Kortison über längere Zeit von außen zugeführt, stellt der Körper (die Nebennieren) die Eigenproduktion ein, nach dem Motto "es kommt ja ohnehin schon fertig an". Wenn Sie das Medikament plötzlich absetzen, ist der Körper auf einmal hormonlos und erleidet einen Schock. Kortison muss unbedingt und zwingend nach einem vom Arzt festgelegten Zeitplan schrittweise (durch Dosisreduktion) abgesetzt (ausgeschlichen) werden.
Nein. Das Kortison in Sprays, die bei Asthma oder allergischer Rhinitis eingesetzt werden, ist ein "lokales" (nur in die Atemwege gelangendes) Kortison. Die Rate, mit der es sich ins Blut und in den gesamten Körper mischt, liegt im Bereich von eins zu einer Million; daher verursacht es keine Gewichtszunahme oder systemische Nebenwirkungen wie Pillen- oder Spritzenformen.
Die Informationen auf dieser Seite dienen als allgemeine Gesundheitsempfehlungen. Bitte konsultieren Sie Fachärzte für personalisierte Behandlungen oder Ratschläge.