Über die Behandlungsmethode
Operation zur Spermiengewinnung
Bei zufälligen Biopsien, die früher durchgeführt wurden, wurden große und unkontrollierte (blinde) Stücke aus dem Hodengewebe entnommen, was einerseits den Hoden schädigte und andererseits eine geringe Chance bot, Spermien zu finden. Bei der Mikro-TESE sieht und wählt der Chirurg unter Verwendung eines Operationsmikroskops (20- bis 25-fache Vergrößerung) nur dicke Kanälchen (Tubuli) aus, die mit Spermien gefüllt sind. Die Erfolgsquote ist wesentlich höher und der Gewebeverlust minimal.
Leider kann es in einigen genetischen (Klinefelter-Syndrom) oder schweren hormonellen Fällen vorkommen, dass keine Spermien gefunden werden. Die entnommenen Gewebe werden gleichzeitig vom Embryologen im Labor untersucht. Wenn trotz aller Suchen keine lebenden Spermien gefunden werden können, wird das Verfahren beendet. Gewebeproben werden manchmal zur detaillierten pathologischen Untersuchung geschickt, um festzustellen, ob eine Produktion auf Stammzellebene stattfindet.
Die Mikro-TESE wird im Allgemeinen unter örtlicher Betäubung, Spinalanästhesie (Betäubung von der Taille abwärts) oder leichter Vollnarkose in durchschnittlich 1-2 Stunden durchgeführt. Der Patient wird noch am selben Tag nach Hause entlassen. Die Fäden am Hodensack lösen sich von selbst auf. Nach einigen Tagen Bettruhe und der Verwendung unterstützender Unterwäsche kehrt man in das normale Leben zurück.
Die Informationen auf dieser Seite dienen als allgemeine Gesundheitsempfehlungen. Bitte konsultieren Sie Fachärzte für personalisierte Behandlungen oder Ratschläge.