Über die Behandlungsmethode
Ein neues Gelenk für schmerzfreie Bewegung
Sind die Sehnen und Muskeln (Rotatorenmanschette), die die Schulter des Patienten heben, intakt und nur der Knorpel beschädigt, wird eine "Anatomische Prothese" eingesetzt, die der natürlichen Struktur entspricht. Sind jedoch neben dem Knorpelabbau auch die Muskeln (Sehnen), die den Arm heben sollen, komplett gerissen, wird eine "inverse (Reverse) Prothese" eingesetzt. Eine inverse Prothese überträgt die Aufgabe der Muskeln auf andere riesige Schultermuskeln (Deltamuskel), sodass der Patient den Arm wieder in die Luft heben kann.
Nein, die Schulter ist nicht wie das Knie; sie ist ein viel beweglicheres und von Weichteilen dominiertes Gelenk. Nach der Operation wird der Arm zur Heilung der Gewebe für 3-4 Wochen in einer speziellen Schlinge (Gilchrist-Verband / Velpeau-Bandage) ruhiggestellt. Vom ersten Tag an werden jedoch Finger, Handgelenk und Ellbogen bewegt.
Bei Schulterprothesen-Operationen ist die Physiotherapie ebenso wichtig wie die Operation selbst. Ohne monatelange Dehn- und Kräftigungsübungen unter Anleitung eines Physiotherapeuten nach Abnahme der Schlinge ist es für die neue Prothese unmöglich, sich nach oben heben zu lassen und den vollen Bewegungsumfang (z. B. Haare kämmen, einen Teller aus dem Regal nehmen) zu erreichen.
Die Informationen auf dieser Seite dienen als allgemeine Gesundheitsempfehlungen. Bitte konsultieren Sie Fachärzte für personalisierte Behandlungen oder Ratschläge.